Protest in Bewegung? Zum Wandel von Bedingungen, Formen und Effekten politischen Protests

Call for Contributions zu einem Sonderheft des Leviathan. Berliner Zeitschrift für Sozialwissenschaft. GastherausgeberInnen: Priska Daphi (Goethe Universität Frankfurt), Nicole Deitelhoff (Goethe Universität Frankfurt), Dieter Rucht (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung) und Simon Teune (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung und TU Berlin)

Der CfP als pdf-Datei

Proteste sind eine zentrale Form politischer Partizipation, in der sich Bürgerinnen und Bürger selbstorganisiert und unmittelbar artikulieren und damit Konflikte sichtbar machen. Zuletzt wurde das durch neue Protestwellen belegt. Indignados, Occupy und Pegida stehen im Vergleich zu den Mobilisierungen der neuen sozialen Bewegungen im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts, aber auch für den Wandel von Protest. Gerade für die kaum verfassten und fluiden Formen politischen Protests ist es wichtig, dessen verändernde Bedingungen, Formen und Effekte zu verstehen.

Die Beiträge in dem geplanten Sonderheft sollen Wandlungsprozesse in Politik, Wirtschaft und Kultur in Bezug auf Protest reflektieren und damit den Blick für eine veränderte Protestlandschaft schärfen. Sie können theoretisch orientiert oder empirisch fundiert, idealerweise diachron und/oder synchron vergleichend angelegt sein. Der geographische Schwerpunkt soll dabei auf den Ländern der Europäischen Union liegen.

Die Beiträge des Sonderhefts sollen die unterschiedlichen Dimensionen des Wandels von Protest untersuchen. Das Heft wird hierzu in drei Themenstränge unterteilt. Ein Themenstrang soll sich der Frage widmen, inwieweit sich die Kontextbedingungen für Protest in den letzten zwei bis drei Jahrzehnten verändert haben. Ein zweiter Strang befasst sich mit der Frage des Formwandels des Protests, während ein dritter Strang die möglicherweise veränderten Effekte von Protest untersucht.

Bedingungen von Protest
Gesellschaftliche Veränderungen bedingen Protest auf unterschiedlichste Weise. In den Politikwissenschaften sind in diesem Zusammenhang in den letzten Jahren Stichworte wie Postdemokratie, Mehrebenenregime und Digitalisierung diskutiert worden. Folgt man etwa der These vom postdemokratischen Zustand liberaler Demokratien, die die Volkssouveränität durch die Verlagerung der Entscheidungsfindung und andere Tendenzen ausgehöhlt sieht, so verändert dies auch den Protest. Eine oft geäußerte Annahme ist z.B., dass die Bereitschaft, sich an Protesten zu beteiligen, mit diesen Veränderungen gewachsen ist.

Auch die zunehmende Verschränkung verschiedener territorialer Handlungsebenen verändert die Bedingungen für Protest. Wenn politische Entscheidungen und Regulierungen von Kommune, Land, Nationalstaat und internationalen Regimen sich zunehmend überlagern, so reagieren Protestbewegungen unter anderem mit veränderten Deutungsmustern und neuen Formen der Organisation. In den letzten Jahren waren insbesondere die globalisierungskritischen Bewegungen Ausdruck solcher Veränderungen. Am Beispiel der jüngsten Protestwelle der “Empörten” wird die Spannung zwischen europäischer und nationalstaatlicher Ebene besonders deutlich, da sich die Kritik in erster Linie auf das Handeln nationaler Regierungen richtet, welche jedoch deutlich von europäischen Regelungen geprägt sind. Auch sind im Kontext der Globalisierung und der mit ihr einhergehenden Veränderungen in Migrationsbewegungen und Ökonomie neue Konfliktlinien identifiziert worden, die Protest beeinflussen. So ist z.B. Migration seit den 1990er Jahren zu einem zentralen Protestthema geworden.

Eine weitere wichtige Kontextbedingung für Protest ist die Digitalisierung der Kommunikation. Mit der enormen Reichweite und Geschwindigkeit des Internets, mit den Möglichkeiten des user generated content sowie den mediatisierten sozialen Netzwerken bieten sich Protestgruppen neue Wege der Mobilisierung bei relativ geringen Transaktionskosten. Davon macht eine Vielzahl von informellen Gruppen und etablierten Organisationen Gebrauch. Zudem sind spezialisierte Kampagnennetzwerke entstanden, die zum Teil Online- und Offline-Proteste kombinieren. Generell zeigt sich, dass Erwartungen und Mechanismen medialer Kommunikation immer stärker die Erscheinungsformen und Inszenierungen von Protest prägen, wobei kommerzielle und öffentlich-rechtliche Medien noch immer eine Schlüsselrolle zu spielen scheinen.

Formen von Protest
Vor dem Hintergrund veränderter äußerer Bedingungen und interner Dynamiken lassen sich Veränderungen der Protestformen feststellen. So wurde zum Beispiel in Bezug auf Organisationsformen die wachsende Bedeutung von Netzwerken und Kampagnenarbeit – anstelle dauerhafter und hierarchischer Organisationen – beobachtet. Die Digitalisierung, so lautet eine These, führt zu einer stärker vereinzelten Mobilisierung. Bezüglich der Protestrepertoires wird eine Erweiterung, Modularität und damit flexible Kombination einzelner Taktiken konstatiert. Speziell das Internet eröffnet eine Reihe neuer, teilweise niedrigschwelliger, teilweise aber auch voraussetzungsvoller Formen des Protestes, die bis zu illegalem hacktivism reichen können. Offen ist dabei, ob das Protestvolumen insgesamt zunimmt oder sich lediglich die Techniken der Mobilisierung verändern. Die verschärfte Konkurrenz um knappe Aufmerksamkeit und andere Ressourcen begünstigt zudem eine Professionalisierung vieler Bewegungsorganisationen und Kampagnen, die auch Auswirkungen auf die Inhalte und Stile der Austragung politischer Konflikte haben dürfte.

Effekte von Protest
Protest zielt letztlich auf gesellschaftliche und politische Wirkungen. Zur Erforschung der Wege, auf denen politischer Protest diese Wirkungen erzielt – von der Beeinflussung öffentlicher Meinung bis zur Herbeiführung konkreter politischer Entscheidungen –, wurden erste Schritte unternommen. Welche Rolle spielen aber die veränderten Kontextbedingungen und Formen des Protests? Haben Proteste in Zeiten wachsender Skepsis gegenüber den politischen Institutionen und deren VertreterInnen einen stärkeren Einfluss auf die öffentliche Meinungsbildung? Kommt es mit der zunehmenden Verschränkung lokaler, nationaler und internationaler Handlungsebenen zu einer Verschiebung des Themenkatalogs und der Adressaten von Forderungen? Kann durch die Nutzung des Internets und die Verbreitung sozialer Netzwerke die öffentliche Agenda nachhaltig beeinflusst und letztlich mehr Druck auf die Adressaten von Kritik ausgeübt werden? Oder werden die Rhythmen der Protestmobilisierung immer kurzatmiger, sodass zwar vorübergehende Beachtung, aber kaum langfristige strukturelle Effekte erzielt werden? Diese Fragen verlangen nach empirisch fundierten Antworten, die im dritten Teil des Sonderheftes zusammengefasst werden.

Die GastherausgeberInnen bitten interessierte KollegInnen um die Einsendung einer kurzen Zusammenfassung (maximal 450 Wörter) des geplanten Beitrags bis zum 3. Juli 2015 (per Email an Simon Teune (teune(at)ztg.tu-berlin.de)).

Zeitplan
03/07/15 Einsendung von Zusammenfassungen
08/15 Rückmeldung an die Einreichenden
01/16 Beiträge in erster Fassung
04/16 Gutachten, Kommentare der HerausgeberInnen / evtl. AutorInnenworkshop
06/16 Überarbeitete Beiträge
08/16 Einreichung des Manuskripts

Call for Papers: The State and Beyond: Actor Constellations in Resource Conflicts. Workshop of the working group Nature-Resources-Conflicts, Arbeitsgemeinschaft Friedens- und Konfliktforschung (AFK), Friday, 17 July 2015, 10:00 am – 17:30 pm, GIGA German Institute of Global and Area Studies, Hamburg

In current discussions about natural resource-related conflicts there is a great emphasis on the role of transnational companies that are depicted as dominant driving forces behind the extraction of natural resources. In this context the crucial question arises which role do different government actors of target nations play?

Phenomena like the global land rush seem to illustrate that in our globalized era, the nation state and accordingly national resource politics and state behavior decisively loose influence on conflict dynamics over natural resources. Are they only a plaything of multinational corporations and, as a consequence, no longer a dominant or even relevant actor in the struggles over nature and resources? Or is it rather that especially conflicts over nature are predominantly influenced by the impact of sub-national territorial identity, traditional local authorities, and locally-acting state officials?
To further scrutinize the (changing) role of state actors on the local, regional and national level, their interactions and power relations with non-state actors on different scales, we welcome contributions concerning the following topics:

  • Do national governmental elites or local administrative authorities actively shape national resource politics and local implementation; and, if so, to whose benefit?
  • Which influence have international institutions such as the World Bank, the United Nations and IMF? In which way do their policies shape the local conflict dynamics?
  • Which effect has the constellation of actors on the way, in which resource conflicts are carried out (conflict type, alliances, forms and framing of resistance, conflict solving)?
  • What does the position and role of the nation state mean for strategies of social movement actors and other civic organizations – considering both local activists and global networkers? Who is their target – governmental actors, international institutions or transnational companies? What is the decisive scale for successful resistance?
  • In which way do large-scale resource projects change power relations between state and non-state actors on the ground?

This workshop aims to provide an open space for social scientists, geographers, social and cultural anthropologists, and scholars of other disciplines for discussing research projects in progress, as well as methodological and empirical questions.

For further information about the working group Nature-Resources-Conflicts of the German Association for Peace and Conflict Studies (Arbeitsgemeinschaft Friedens- und Konfliktforschung (AFK)) see: http://www.afk-web.de/arbeitskreis-natur-ressour-cen-konflikte.html.

We welcome presentations of abstracts of master theses, research projects, PhD proposals, article drafts and other scientific work in progress. Presentations can be given in German or English but should take maximum 15 minutes. We strongly encourage interdisciplinary contributors and participants to submit or register!

Please send your proposals (max. 500 words) by 18 May 2015 to: corinna.land(at)googlemail.com, nina-kathrin.wienkoop(at)leuphana.de, and annegret.maehler(at)giga-hamburg.de.
To provide a solid ground for discussions, final papers should be submitted by 6 July 2015. If you would like to participate without presenting a paper, please let us likewise know until 6 July 2015.

Best regards,

Corinna Land (Ruhr-Universität Bochum)
Annegret Mähler (GIGA German Institute of Global and Area Studies)
Nina-Kathrin Wienkoop (Leuphana Universität Lüneburg)

Call for Papers: Entgrenzte politische Teilhabe? Beiträge zu einer politischen Soziologie transnationaler Mobilisierungs- bzw. Partizipationsprozesse, Arbeitstagung des DVPW-Arbeitskreises Soziologie der internationalen Beziehungen (SiB) in Kooperation mit dem Verein für Protest- und Bewegungsforschung, 12. Juni 2015, Technische Universität Berlin

Der Workshop beschäftigt sich mit der sozialen Konstruktion und Transformation politischer Teilhabe, die sich im Zuge einer Migration von Entscheidungen in inter- bzw. transnationale Institutionen ebenfalls transnationalisiert. Ausgangspunkt ist dabei zum einen die gängige Beobachtung, dass sich globales Regieren immer mehr für nichtstaatliche Akteure (Unternehmen, Verbände, Gewerkschaften, NGOs) öffnen – nicht zuletzt (aber auch nicht nur) im Zuge des viel beachteten „participatory turns“ internationaler Organisationen und Foren. Gleichzeitig wissen wir jedoch wenig darüber, welche vorangehenden Ressourcen, Prozesse und Machtkonflikte Zugangsmöglichkeiten für bestimmte Gruppen bzw. Akteure schaffen oder beschränken. Auch reproduziert sich eine sowohl inner- als auch zwischengesellschaftliche Ungleichheit an materiellen und immateriellen Ressourcen augenscheinlich auf der Ebene transnationaler Teilhabe(chancen), was deren soziologisch fundierte Analyse zum zentralen Ausgangspunkt einer kritischen IB macht. Die Grenzen zwischen Partizipation und Mobilisierung verwischen dabei zusehends; eine soziologische Perspektive scheint schließlich auch prädestiniert, das sich wandelnde Verständnis von Teilhabe selbst zu rekonstruieren. Sowohl die Konstruktion als auch die Nutzung von Zugang wird somit zu einem Produkt komplexer – i.w.S. sozialer – Mechanismen, deren Analyse einer bereits in Ansätzen vorhandenen, aber bislang kaum integrierten „politischen Soziologie transnationaler Mobilisierungs- bzw. Partizipationsprozesse“ aufgegeben ist. Wir laden alle Interessierten herzlich dazu ein, Beitragsvorschläge einzureichen. Mögliche Themenbereiche und Fragestellungen sind:

  • Inwiefern generieren transnationale Mobilisierungsprozesse neue transnationale Beteiligungsmöglichkeiten oder unterminieren diese? Unter welchen Bedingungen gibt es tatsächlich einen Zusammenhang zwischen Partizipation und politischer Teilhabe in Form von Mitgestaltungsmöglichkeit? Welche Mechanismen übersetzen Partizipation in Macht und Einfluss?
  • Wie steht es um die interkulturelle „Reisefähigkeit“ von Partizipationsformen und Inklusionsmechanismen, d.h. inwiefern ermöglichen etwa transnationale Kampagnen eine – unter normativen Gesichtspunkten gerechte bzw. faire – politische Teilhabe über kulturelle Grenzen hinweg?
  • Inwiefern führt eine institutionalisierte Inklusion seitens internationaler Institutionen zu einer Reproduktion transnationaler Eliten bzw. politischer Ungleichheit? Oder gibt es transformative Rückkopplungsschleifen transnationaler Inklusion auf lokale oder nationale Machtverhältnisse?
  • Inwiefern ist Zugang und Einfluss begleitet von Kämpfen um Anerkennung und Akzeptanz zwischen nichtstaatlichen Akteuren? Wie verlaufen Auseinandersetzungen zwischen um Einfluss ringende NGOs, SMOs, think tanks, MNCs, Gewerkschaften ect.? Welche Rolle spielt dabei Legitimitätsgewinne durch Netzwerkbildung?
  • Welche neuen transnationalen Beteiligungsformen entstehen im Kontext transnationaler Unternehmen und ihrem supply chain governance? Inwiefern weisen solche Beteiligungsformen (z.B. Partizipation in Multistakeholderinitativen, political consumerism, oder corporate campaigning) Ähnlichkeiten zur Teilhabe in internationalen Organisationen auf?

Deadlines
Beitragsskizzen (Max. 500 Wörter) 1. April 2015
Benachrichtigung der Annahme 15. April 2015
Abgabe der Papiere 01. Juni 2015
Workshop 12. Juni 2015

Die Beitragsskizzen können per E-Mail an die beiden Organisatoren geschickt werden.

Kontakt
Matthias Ecker-Ehrhardt
Arbeitsstelle Transnationale Beziehungen, Außen- und Sicherheitspolitik
Freie Universität Berlin
ecker(at)zedat.fu-berlin.de

Sabrina Zajak
Institut für soziale Bewegungen
Ruhr-Universität Bochum
Sabrina.zajak(at)rub.de

An der Universität Bremen ist im Zentrum für Sozialpolitik (ZeS), Abteilung „Theorie und Verfassung des Wohlfahrtsstaates“ (Leitung: Prof. Dr. Frank Nullmeier) zum nächstmöglichen Zeitpunkt für die Dauer von drei Jahren, mit Gelegenheit zur Promotion die Stelle eines/einer Wissenschaftlichen Mitarbeiters/Wissenschaftlichen Mitarbeiterin (0,65 – Stelle, Entgeltgruppe 13 TVL) – unter dem Vorbehalt der Stellenfreigabe in der Forschungsgruppe „Soziale Konflikte“ zu besetzen.

Die von Dr. Sebastian Haunss geleitete Forschungsgruppe beschäftigt sich mit gesellschaftlichen Konflikten und sozialen Bewegungen. Die Doktorand/innen-Stelle bietet die Gelegenheit zur eigenverantwortlichen Durchführung eines Forschungsvorhabens mit dem Ziel der Promotion. Es besteht die Möglichkeit zur Teilnahme an der Graduiertenausbildung der Universität Bremen. Neben der Arbeit an einem frei gewählten Promotionsprojekt im Bereich der Forschung zu sozialen Bewegungen wird die Mitarbeit bei der Beantragung von Forschungsmitteln bei Drittmittelgebern sowie die aktive Mitarbeit und Kooperation in der Forschungsgruppe erwartet.

Erforderliche Voraussetzungen sind

  • ein zur Promotion in Politikwissenschaft berechtigender Universitätsabschluss
  • Kenntnisse der sozialwissenschaftlichen Forschung zu gesellschaftlichen Konflikten und sozialen Bewegungen
  • Kenntnisse qualitativer und quantitativer Forschungsmethoden sowie
  • die Bereitschaft, sich mit netzwerkanalytischen Methoden zu beschäftigen.

Erwünschte Voraussetzungen sind Grundkenntnisse der Programmierung oder Datenbankadministration.

Die Universität Bremen beabsichtigt, den Anteil von Frauen im Wissenschaftsbereich zu erhöhen und fordert deshalb Frauen ausdrücklich auf, sich zu bewerben. Schwerbehinderten Bewerberinnen/Bewerbern wird bei im Wesentlichen gleicher fachlicher und persönlicher Eignung der Vorrang gegeben. Bewerbungen von Menschen mit einem Migrationshintergrund sind willkommen.

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen richten Sie bitte unter Angabe der Kennziffer A17/15 bis zum 24.02.2015 per E-Mail an PD Dr. Sebastian Haunss, E-mail: sebastian.haunss(at)uni-bremen.de

Call for Abstracts: International Graduate Conference „Challenging Collectivities“, Frankfurt/Main (Germany), October 29.-31. 2015

The conference “Challenging Collectivities” aims to theoretically reflect and empirically consider a wide range of contemporary phenomena. We are interested in developments such as contemporary social and political movements, the debate surrounding the so-called digital revolution associated with new forms of networking, the newly arising debate on the concept of life forms and their political or critical potentials, the relevance of a collective unconscious for the analysis of contemporary events, and discussions of global phenomena which invite us to reconsider collective formations – especially in regard to the concept of (maybe even non-human) agency. Thus, the conference engages questions concerning the conditions and forms of collective action, the social transformation that occurs in social and political movements in continuation of and/or against established models, and the manifestations of violence that occur in processes of collectivization. Graduate students, postdoctoral researchers, and junior faculty members are invited to submit papers until March 1st 2015. Furthermore, we will gladly accept artistic contributions, lecture performances, and artistic endeavors.

Contact: info(at)graduateconferencefrankfurt.de
Website: http://graduateconferencefrankfurt.de/

Ausschreibung von 3 Promotionsstipendien in der Nachwuchsgruppe „Transnationale Allianzen zwischen sozialen Bewegungen und Gewerkschaften in Europa“

Die Hans-Böckler-Stiftung vergibt 3 Promotionsstipendien im Rahmen der am Institut für soziale Bewegungen der Ruhr-Universität Bochum angesiedelten Nachwuchsgruppe „Transnationale Allianzen zwischen sozialen Bewegungen und Gewerkschaften in Europa“ (Konzept auf der Seite der RUB). Leiterin der Nachwuchsgruppe ist Prof. Dr. Sabrina Zajak.

Die Nachwuchsgruppe untersucht die Entstehung, interne Koordinationsmechanismen und Wirkungsweisen von transnationalen Allianzen zwischen Gewerkschaften und sozialen Bewegungen in Europa. Vorgesehene Themenschwerpunkte sind die Kooperationsbildung auf europäischen Sozialforen, Allianzen im Kontext europäischer Austeritätspolitik und die Mobilisierung gegen Freihandelsabkommen (Beispiel TTIP).

Die Nachwuchsgruppe bietet einen intensiven fachlichen Austausch mit den anderen Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie mit Prof. Zajak und den anderen Wissenschaftlern am Institut für soziale Bewegungen. Darüber hinaus garantiert die Einbindung innerhalb der im Zuge der Exzellenzinitiative eingerichteten Ruhr-University Research School den DoktorandInnen ein internationales Forschungsumfeld, in dessen Mittelpunkt die vertiefte wissenschaftliche Qualifikation und die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen stehen.

Die Ausschreibung als pdf-Datei

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Call for Papers des Arbeitskreises soziale Bewegungen der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft, 26. wissenschaftlicher Kongress der DVPW “Vorsicht Sicherheit! Legitimationsprobleme der Ordnung von Freiheit”, 21.-25. September 2015, Universität Duisburg-Essen

Der Arbeitskreis soziale Bewegungen der DVPW organisiert zum diesjährigen Kongress der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (hier geht es zur Kongress-Seite) vier Panels, drei davon eigenständig und eins in Kooperation mit dem Arbeitskreis Soziologie der internationalen Beziehungen. Call für alle Panel als pdf-Datei

Wir bitten um die Einsendung von Vorschlägen für Vorträge bis zum 28. Februar 2015 und hoffen auf rege Beteiligung. Mehr Informationen finden sich in den Beschreibungen der einzelnen Panels weiter unten:

Panel der Arbeitskreise soziale Bewegungen und Soziologie der internationalen Beziehungen:
Lokale Protestbewegungen und internationale Politik. Destabilisierung oder Demokratisierung? (pdf)

Panel des Arbeitskreises soziale Bewegungen:
Protest und Polizei in der Überwachungsgesellschaft (pdf)
Bitte verhalten Sie sich ruhig. Die Praxis der Kritik und die Politik der Sicherheit (pdf)
Zwischen Hetze und Hilfe. Politische Mobilisierung in der Flüchtlingspolitik (pdf)

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Call for Papers „Riots“ – Arbeitstitel für ein sub\urban Themenheft

Die Konzentration verschiedener sozialer Ungleichheiten macht urbane Räume auf ganz unterschiedliche Weise zu Schauplätzen sozialer Konflikte. Historisch wie aktuell sind sie Austragungsort für Massendemonstrationen und andere Aktionsformen von Protestbewegungen, und immer wieder auch für sogenannte riots: Jugendaufstände in marginalisierten Vierteln europäischer Metropolen, food riots als Proteste gegen steigende Lebensmittelpreise in Städten des globalen Südens und ritualisierte Kämpfe zwischen linken Gruppierungen und staatlichen Ordnungsinstitutionen sind einige Beispiele hierfür. Trotz der unterschiedlichen Kontexte, in denen riots stattfinden, werden ihnen gemeinhin Charakteristika wie Spontanität, Unorganisiertheit und Gewalt zugeschrieben.

Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Protestformen und widerständigen Praktiken ist bisher vor allem in der Sozialen Bewegungsforschung zu verorten. Somit stellen Phänomene oder Ereignisse, die sich nicht mit den gängigen Definitionskriterien für neue soziale Bewegungen erfassen lassen, in diesem Rahmen eine analytische Herausforderung dar. So wird kontrovers diskutiert, ob riots überhaupt als politisch gelten können. Daher bleiben sie als Forschungsobjekte tendenziell ausgeschlossen. Zwar gibt es Analysen, die untersuchen, welche Beweggründe Menschen dazu motivieren, an einem riot teilzunehmen und sich damit für eine bestimmte Art der Artikulation im öffentlichen Raum zu entscheiden. Ebenso ist gefragt worden, wie riots diskursiv verhandelt, repräsentiert, vereinnahmt und in Beziehung zu anderen gesellschaftlichen Konflikten gesetzt werden. Aber es bleibt umstritten, was der Begriff riot umfasst, welchen analytischen Mehrwert er hat, und in welchem Verhältnis er zu Begriffen wie „Revolte“, „Aufstand“ oder „Massenprotest“ steht.

Das geplante Themenheft zu riots möchte diese konzeptuelle Offenheit als Chance begreifen, um sich aus verschiedenen theoretischen Perspektiven dem Phänomen kritisch anzunähern. Folgende Fragenkomplexe sollen hierbei als Denkanstöße fungieren:

  • Inwiefern lässt sich der Gegenstand riots definitorisch fassen? Inwiefern handelt es sich bei gewaltvollen Ausschreitungen, Plünderungen und Brandstiftung um zentrale Charakteristika von riots?
  • Können soziale Bewegungen und riots getrennt voneinander analysiert werden? Ist die häufige definitorische Unterscheidung zwischen sozialen Bewegungen als kollektiver, zielgerichteter und nachhaltiger Aktions- und Organisierungsform und riots als punktuelles, emotional initiiertes und in seiner Wirkung destruktives Ereignis zutreffend? Oder ist es eher notwendig zu fragen, wie sich soziale Bewegungen und riots zueinander verhalten, und welche Wechselwirkungen zwischen ihnen bestehen?
  • Handelt es sich bei riots um abgrenzbare Ereignisse, oder sind sie Teil eines umfassenderen Prozesses? Wie stehen riots mit alltäglichen konfliktiven Verhältnissen in Zusammenhang? Inwiefern lassen sich riots aus einer prozess-orientierten Perspektive mit alltäglichen Formen von Widerständigkeit und Protest erklären?
  • Können spezifische Faktoren als ursächlich für die Entstehung von riots identifiziert werden? Wie lassen sich ggf. die Zusammenhänge zwischen sozialer Benachteiligungen, Marginalisierungs- und Exklusionserfahrungen und individueller sowie kollektiver Motivstruktur der Aufständischen fassen?
  • Welche Relevanz hat die Stadt als Sozialraum für soziale und politische Auseinandersetzungen? Welche Rolle spielen die sich in der Stadt räumlich ausprägenden sozialen Ungleichheiten? Wie trägt Urbanität mit ihrer Infrastruktur und ihrer Pluralität zur Herausbildung von Protesten bei? Welche Rolle spielt etwa die Verfügung über Netzwerke und Ressourcen bei der Entstehung von sozialen Bewegungen oder riots?
  • Wie werden riots in der Öffentlichkeit verhandelt? Welche Bedeutungen werden riots in Medien, Politik und Wissenschaft diskursiv zugeschrieben, und welche Verschränkungen bestehen etwa zu Diskursen über benachteiligte Quartiere, Kriminalität oder öffentlicher Sicherheit? In welchem Verhältnis stehen dabei Selbst-Inszenierungen und Fremdzuschreibungen aller beteiligten Akteure? Welche Auswirkungen haben verschiedene gewaltvolle Ausprägungen von Widerstand auf die öffentliche Wahrnehmung und Verhandlung von Protest und dessen Legitimität? Welche Bilder von Männlichkeit und Weiblichkeit, Alter sowie Ethnizität werden über riots generell und Gewalt im Speziellen (re)produziert?
  • Wer beteiligt sich auf welche Weise an riots und welche sozialstrukturellen Kategorien sind dabei relevant? Was bedeutet die Gewaltförmigkeit eines riots und die soziale Dynamik, die durch Gewalt produziert wird, konkret für den Ein- und Ausschluss von Teilnehmenden, wenn beispielsweise der rechtliche Status, körperliche Befähigung und soziale Kategorien wie Geschlecht mit berücksichtigt werden?
  • Wie lassen sich riots im Spannungsfeld von (progressivem) sozialem Wandel einerseits und der Stabilisierung bestehender Macht- und Herrschaftsverhältnisse andererseits verorten? Können riots als Ausgangspunkt für die politische Subjektwerdung, für Kollektivierungs- und Organisierungsprozesse marginalisierter Bevölkerungsgruppen dienen? Erweitern sie deren politische Handlungsspielräume und den Zugang zum Diskurs, indem sie Forderungen sichtbar machen, oder ist das Gegenteil der Fall?

Wir bitten um die Einreichung von Abstracts (300 – 700 Wörter) für Aufsätze bis zum 23. Januar 2015. Diese können sich gerne auf eine oder mehrere der hier formulierten Fragenkomplexe beziehen, wir möchten aber auch zu eigenen kritisch-innovativen Ideen und Ansätzen ermutigen. Sowohl theoretisch-methodische Beiträge als auch empirische Untersuchungen sind willkommen. Das Themenheft ist aus globaler Perspektive offen für die Vielfältigkeit des Phänomens riots. Empirische Beispiele aus verschiedenen geographischen Kontexten sowie historische Untersuchungen sind willkommen.

Außerdem bitten wir um Einreichungen für die offene Rubrik „Magazin“. Hier freuen wir uns über Rezensionen, Interviews, photographische Arbeiten, literarische Texte und andere kreative Formate mit Bezug zum Thema riots. Wie in der sub\urban üblich, ist auch eine Debatte geplant, in der mehrere Autor_innen auf einen Text reagieren und dazu Stellung beziehen. Hier soll die Frage diskutiert werden, wie sich der politische Gehalt von riots und urbanen Bewegungen, und deren etwaiges emanzipatives Potenzial fassen lassen können. Wer Interesse hat, sich an der Debatte zu beteiligen, kann sich gerne bei uns melden.

Abstracts sowie Fragen können an folgende Adresse geschickt werden: themenheft_suburban(at)riseup.net

Wir sind gespannt und freuen uns auf eure/Ihre Einreichungen.

Janna Frenzel, Philippe Greif, Fabian Klein, Sarah Uhlmann

Der Call for Papers als pdf-Datei

Call for Papers: Protest_Räume? Zum Verhältnis von Protest und Raum in der geographischen Debatte. Panel auf dem Deutschen Kongress für Geographie, Berlin, 1.-6. Oktober 2015. Organisator_innen: Catarina Gomes de Matos und Daniel Mullis

Der arabische Frühling, die Occupy- und Indignadosproteste und vielfältige ‚Recht auf Stadt‘-Bewegungen haben in den letzten Jahren zu einer verstärkten sozialwissenschaftlichen Beschäftigung mit Protesten geführt (vgl. Birke/Henninger 2012). Dabei zeigt sich, nicht zuletzt angefacht durch den spatial turn, eine zaghafte Tendenz, Raum in der Analyse von sozialen Bewegungen implizit oder explizit mitzudenken. So ist etwa für Judith Butler (2011) das Einende der Protestereignisse in den letzten Jahren, dass sich Körper in einem Raum bewegen und dabei Anspruch auf einen spezifischen Raum erheben. Jenseits allgemeiner Verweise auf die Wichtigkeit räumlicher Praktiken kommen konkrete Auseinandersetzungen mit Raum(produktionen) aber oftmals zu kurz.

Im Gegensatz wird in der stadtgeographischen Debatte und den Urban Social Movements-Studies Stadt und Urbanität eine zentrale Bedeutung zugesprochen. So wird etwa darauf verwiesen, dass Städte als Orte selektiver Integration, sozialen Ausschlusses, Segregation und Verdrängung (Mullis 2014) eine spezifische Subjektivierung hervorbringen, die Protest in einer besonderen Weise befördert. Gleichzeitig seien Städte zu immobilen Symbolen der Macht geworden, an denen Proteste Antagonismen artikulieren könnten (Arampatzi/Nicholls 2012). Hier stellt sich eher die Frage nach einer Übersignifikanz des Raumbegriffs, die womöglich den Blick auf andere Merkmale verstellt.

Die Fachsitzung soll einen Ort schaffen, den Zusammenhang von Protest und Raum zu diskutieren sowie Möglichkeiten und Grenzen geographischer Forschung zwischen „zu viel“ und „zu wenig“ Beachtung von Raum auszuloten. Diskutiert werden die Rolle von Raum(produktionen) in sozialen Bewegungen sowie im wissenschaftlichen Blick darauf.

Für die Session sind vier 20 minütige Vorträge geplant, die zu Blöcken gebündelt diskutiert werden. Wir möchten insbesondere Nachwuchswissenschaftler_innen ermuntern, Vorschläge einzureichen. Diese können u.a. zur Diskussion der folgenden Fragen beitragen:

  • Wie verräumlichen soziale Bewegungen ihre teilweise abstrakten Forderungen?
  • Wie kann es gelingen, in der geographischen Forschung sowohl die Bedeutung von Raum als auch eine Nicht-Bedeutung von Raum zu erfassen?
  • Wie verhält sich die Raumdebatte aus postkolonialer und feministischer Perspektive sowie mit Blick auf gesellschaftliche Klassen?
  • Welche Rolle spielen Karten bei der (Re-)Produktion von Raumbildern in aktivistischer Praxis und Wissenschaft?

Mehr Informationen auf der Kongressseite.
Vorschläge können bis zum 11.01.2015 online eingereicht werden.Die Nummer der Fachsitzung lautet: SL-FS-40+

Literatur

Arampatzi, Athina; Nicholls, Walter J. (2012): The urban roots of anti-neoliberal social movements: the case of Athens, Greece. In: Environ. Plann. A 44(11), S. 2591–2610.

Birke, Peter; Henninger, Max (2012): Krisen Proteste. Beiträge aus Sozial.Geschichte Online. Berlin/Hamburg: Assoziation A.

Butler, Judith (2011): Bodies in Alliance and the Politics of the Street. In: transversal – EIPCP multilingual webjournal Sept. 11. Online verfügbar unter http://www.eipcp.net/transversal/1011/butler/en, zuletzt geprüft am 19.09.2013.

Candeias, Mario; Völpel, Eva (2013): Plätze sichern! Über Occupy, Indignados, Syntagma und die Lernfähigkeit des Mosaiks Eine Veröffentlichung der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Hamburg: VSA.

Kastner, Jens; Lorey, Isabell; Rauning, Gerald; Waibel Tom (Hgg.) (2012): Occupy! Die aktuellen Kämpfe um die Besetzung des Politischen. Wien/Berlin: Turia + Kant.

Mullis, Daniel (2014): Recht auf die Stadt. Von Selbstverwaltung und radikaler Demokratie. Münster: Unrast.

Uitermark, Justus (2004): Looking Forward by Looking Back: May Day Protests in London and the Strategic Significance of the Urban. In: Antipode 36(4), S. 706–727.

Zibechi, Raúl (2011): Territorien des Widerstandes. Eine politische Kartografie der urbanen Peripherien Lateinamerikas. Berlin: Assoziation A.

Call for Papers: Die Ökologie im rechten und linken Spektrum: Konvergenzen und Divergenzen zwischen Deutschland und Frankreich von den 1970er Jahren bis heute. Deutsch-französischer Workshop für NachwuchswissenschaftlerInnen, Université de Lorraine/Universität des Saarlandes, Herbst 2015

Die gegenwärtig „natürlich“ erscheinende Verortung der Ökologie im linken politischen Lager ist ein relativ neues Phänomen und keineswegs selbstverständlich, auch wenn die Mehrzahl der Grünen und der französischen Verts als Alt-Achtundsechziger und somit als Erben der unkonventionellen „neuen Linken“ und ihrer Forderung nach individueller Emanzipation und Selbstverwirklichung auftreten. Die jüngsten Debatten um die Bildung schwarz-grüner Koalitionen oder die um mögliche Bündnisse zwischen Umweltschützern und regionalistischen Bewegungen weisen erneut auf die politischen Ambivalenzen der Ökologie hin und rufen öffentliche Kontroversen hervor. Auch wenn die grünen Parteien weiterhin größtenteils als Sprachrohre progressiver Forderungen wahrgenommen werden (Naturschutz, Anti-Atomkraft, Feminismus, Pazifismus, Solidarität für die Dritte-Welt, usw.), werden sie auch häufig bezichtigt, die Träger eines rückwärtsgewandten Pessimismus bzw. einer reaktionären Feindseligkeit gegenüber technologischen Entwicklungen zu sein, gar eine gefährliche Nähe zum rechtsextremen Lager aufzuweisen, sobald sie etwa auf Parallelen zwischen Artenvielfalt und kultureller Vielfalt in der Gesellschaft pochen. Gegner der Vereinnahmung des Umweltschutzes durch das linke politische Lager werden nicht müde, die Ökologie als „genuin konservatives Anliegen“ (Heinz-Siegfried Strelow) darzustellen und fordern das rechte politische Lager auf, jene in seinem Diskurs wiederaufzugreifen, um dieses verlassene Terrain wiederzubesetzen.

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Titelbild: Performance von Pussy Riot auf dem Roten Platz (Foto: Pussy Riot Blog)

Der Arbeitskreis soziale Bewegungen der DVPW

Seit Mitte der 1980er Jahre bringt der Arbeitskreis soziale Bewegungen der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft Menschen zusammen, die sich wissenschaftlich-systematisch mit sozialen Bewegungen und Protest, Formen der Partizipation und Organisation von unten beschäftigen.

Diese Seite soll einen Überblick über die aktuelle Forschung geben und Möglichkeiten zur Vernetzung eröffnen.

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