Call for Contibutions: Blog und Buch zum bürgerschaftlichen Engagement in der Flüchtlingshilfe in Nordrhein-Westfalen

Im Januar wird ein neuer Blog zum Thema bürgerschaftliches Engagement in der Flüchtlingshilfe mit dem Schwerpunkt auf Nordrhein-Westfalen online gehen. Ziel des Blogs ist es, Formen, Motive, Strukturen, Effekte und regionale Herausforderungen bürgerschaftlichen Engagements in der Flüchtlingshilfe zu diskutieren. Gesucht werden theoretische und empirische Beiträge von WissenschaftlerInnen, Studierenden, Engagierten, und weiteren Interessierten. Folgende Themen und Fragestellungen sind denkbar:

  • Engagementformen und –verständnisse: Welche verschiedenen vor allem informellen und netzwerkförmigen Formen des Engagements lassen sich beobachten? Inwiefern verschieben sich die Grenzen zwischen politischem und sozialem Engagement? Was unterscheidet Engagement in der Flüchtlingshilfe von anderen Engagementbereichen?
  • Engagement und Lebensverlauf: Aus welchen Motiven und Beweggründen entscheiden sich Engagierte für die Aufnahme des Engagements? Welche Rolle spielt das Engagement für die Engagierten selber? (Lerneffekte, Netzwerkeffekte, Auswirkungen auf politische Einstellungen, eigene Arbeitsmarktintegration)
  • Engagement und Integration: Welche Wirkung entfaltet Engagement auf die Personen mit Fluchthintergrund? Werden durch das Engagement soziale Ungleichheiten reproduziert?
  • Interaktion mit Behörden: Welche Erfahrungen werden im Umgang mit Behörden gesammelt?
  • Institutionalisierung von Engagement: Wie institutionalisiert sich Flüchtlingsengagement? Welche alternativen Organisationsstrukturen etablieren sich jenseits des Vereins?
  • Engagement und soziale Medien: welche Rolle spielen soziale Medien in der Organisation und Verbreitung von Engagement?
  • Engagementabbruch: Warum beenden Personen ihr Engagement?

Beiträge können laufend eingereicht werden (Länge 1000 bis max. 6000 Wörter). Beiträge, die bis zum 20.01.2017 eingereicht werden, werden auf einem Workshop am 31.01 am Institut für soziale Bewegungen, Ruhr-Universität Bochum, vorgestellt. Außerdem besteht die Möglichkeit, mit in das Blogbuch aufgenommen zu werden.

Der Blog und das Blogbuch entstehen in Anschluss an das Lehrforschungsprojekt „Bürgerschaftliches Engagement in der Flüchtlingshilfe in Nordrhein-Westfalen“ (Leitung Sabrina Zajak, Mitarbeit: Ines Gottschalk). Dabei nehmen die Beiträge der Studierenden selbst verschiedene Formen des Engagements in der Flüchtlingshilfe in der Region in den Blick. Anhand unterschiedlicher Fallbeispiele werden sowohl individuelle Motive und Beweggründe für Flüchtlingsengagement als auch Prozesse der Institutionalisierung des Engagements in Vereinen und deren Interaktion mit Behörden und anderen Akteuren in der Flüchtlingspolitik betrachtet. Auch das Bild, welches Ehrenamtliche von Flüchtlingen entwerfen sowie das Verhältnis zwischen Ehrenamtlichen und Flüchtlingen werden beleuchtet. Die verschiedenen Fallstudien werden ebenfalls in dem Blog und Blogbuch veröffentlicht.

Beitragsbekundungen sind bis zum 15.12.2016 an Ines Gottschalk (ines.gottschalk(at)rub.de) zu richten. Die Beiträge für den Blog sind bis zum 20.01.2017 einzureichen. Beiträge für das  Buch bis zum 28.2.2017.

Alle Interessierten sind zudem herzlich eingeladen, zum Abschlussworkshop des Seminars zu kommen. Im Rahmen des Workshops soll die Möglichkeit bestehen, gewonnene wissenschaftliche Erkenntnisse an Engagierte zurückzuspielen und gleichzeitig auch relevante Fragestellungen aus der Praxis mit in zukünftige Forschungsprozesse zu nehmen. Der Abschlussworkshop findet am 31.1.2017 von 14:00-18:00 Uhr im Institut für soziale Bewegungen, Clemensstraße 17-19, 44789 Bochum statt. Am Anschluss an den Workshop wird es die Möglichkeit zur weiteren Diskussion bei einem Essen und Getränken geben.

Mehr Informationen zum Projekt auf der ISB-Webseite.

A Closely Coupled Tango? Interactions between Electoral and Protest Politics, Workshop at the ECPR Joint Sessions, Nottingham, 25-30 April 2017, organizers: Ondrej Cisar (Charles University in Prague) & Swen Hutter (European University Institute)

The proposed workshop focuses on one of the most debated theoretical and empirical problems of social movement and collective action research. Social movement studies have tended to declare social movements the defining feature of established post-1968 democracies and generally prioritized the protest arena of action. However, there have been important recent contributions pointing out the need to focus on the electoral arena, political parties, and their interactions with social movements and protest politics. In fact, this type of inter-arena interaction constitutes one of the most important challenges of social movement research. At present, their interaction remains undertheorized and understudied. Moreover, by focusing on these two particular arenas, the papers assembled in the workshop will be able to address more general issues related to interactions of social fields in modern societies. Also, it will hopefully stimulate conversations across various research areas by bringing together scholars working on social movements, political parties and their networks, as well as on political participation and representation more generally. Given that European societies are currently facing multiple challenges, such as the recent economic recession in some parts of the continent, the rise in political populism, and xenophobic mobilization against diverse representatives of the supposed European “other”, this type of research focused not only on protest, but also its electoral consequences is about to become even more important. This is currently reinforced by the European “migrant crisis” which holds a clear potential to politically reconfigure not only the European political arena, but also national politics in many member states. In this respect, the workshop focuses on a problem of high real-world relevance.

To learn more about the Workshop and to submit a paper proposal visit the ecpr website. Abstracts are to be submitted by 1 December 2016.

Stipendienprogramm „Erforschung der sozialen Demokratie(n) und ihrer Bewegungen. Historischer Wandel, gegenwärtige Effekte und Perspektiven für die Zukunft“, 4 Stipendien sind zu vergeben, Bewerbungsschluss ist der 31. Dezember 2016

Ziel des Promotionsprogramms:
Angeregt durch die wissenschaftlichen, politischen und öffentlichen Debatten anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der deutschen Sozialdemokratie 2013 legt die Promotionsförderung der Friedrich-Ebert-Stiftung ein eigenes Promotionsprogramm auf, das innovative historische und zeitgeschichtliche Forschungen (18. bis 21. Jahrhundert) zu Geschichte, Wandel und Zukunftsperspektiven der Sozialen Demokratie in der deutschen Wissenschaftsgemeinde anregen soll.

Forschungsleitend können Fragen an die Geschichte sozialer Bewegungen in ihren politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Kontexten sein. Auch Fragen über den Wandel und die Organisierung moderner Arbeitsgesellschaften und die Inklusion migrantischer und anderer sozialer Lebenswelten sind ebenfalls denkbar. Nicht zuletzt sind auch Prüfungen kritischer Thesen willkommen, wie die der „postdemokratischen Gesellschaft“ als Gegenentwurf zu den traditionellen sozialen Bewegungen oder auch den rasanten Aufstieg rechtspopulistischer Kräfte in Europa.

Vor diesem Hintergrund möchte die FES Doktorand_innen mit einem Stipendium fördern, die sich mit Blick auf aktuelle Problemlagen neu und innovativ mit der Erforschung der Sozialen Demokratie(n) und ihrer Bewegungen unter besonderer Berücksichtigung des Historischen Wandels und seiner gegenwärtige Effekte analytisch-kritisch befasst sind und auch Perspektiven für die Zukunft mit in den Blick nehmen. Gefördert werden Promotionen verschiedener gesellschaftswissenschaftlicher Disziplinen, in denen historischer Wandel mit gegenwärtigen Problemen in Beziehung gesetzt oder auch diskursive, mediale oder kulturelle Fragen reflektiert werden. Denkbare thematische Schwerpunkte der Arbeit wären:

  • Problemgeschichtliche Studien zur Geschichte der Sozialen Demokratie und ihrer Bewegungen, die kritische Periodisierungen vornehmen, Kontinuitäten und Diskontinuitäten beschreiben, Umbrüche analysieren und mit gegenwärtigen Effekten in Beziehung setzen. Hierbei sollten kritische politik-, macht-, krisen- und reform- und wirkungsgeschichtliche Untersuchungen stattfinden.
  • Studien zur Geschichte der Sozialen Demokratie und ihrer Bewegungen, die sich mit dem Wandel von Arbeits- und Lebenswelten befassen. Die besondere Berücksichtigung der Policy, Gender und Disability Studies, aber auch ländervergleichende Perspektiven und qualitative und/oder quantitative sozialwissenschaftliche Ansätze wären wünschenswert.
  • Methodisch begrüßen wir regionale, transnationale, globalgeschichtliche und vergleichende Studien zur Geschichte der Sozialen Demokratie und sozialistischer Bewegungen, die Aspekte von Medialisierung, Vernetzung und Kommunikation mitdenken und Kategorien wie „labour“, „class“, „race“, „religion“ und „gender“ kritisch und präzise reflektieren.
  • Studien zur Geschichte der sozialen Demokratie und ihrer Bewegungen aus dem Bereich Intellectual History, die sozialdemokratische Werte, Ideen, Programmatiken und Semantiken untersuchen und/oder problemorientiert biografische beziehungsweise kollektivbiografische Methoden anwenden.
  • Arbeiten, die sich mit der (Arbeiter-)Wohlfahrtsgeschichte befassen und in einen größeren Forschungsrahmen eingebettet werden können. (Informationen hierzu können unter der in der pdf-Datei stehenden Kontaktadresse erfragt werden).

Förderung:
Die Förderung erfolgt mit einem Vollzeitstipendium des Begabtenförderwerks der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES). Mit der Strategie „Chancengleichheit, Bildungsgerechtigkeit und Vielfalt“ werden vor allem Studierende mit bildungsfernem Hintergrund, herausragender wissenschaftlicher Kompetenz und besonderem gesellschaftspolitischen Verantwortungsbewusstsein materiell und ideell gefördert. Als politische Stiftung teilen unsere Stipendiat_innen einen sozialdemokratischen Wertekanon.

Fachliche Anbindung:
Gleichzeitig gehören zur Friedrich-Ebert-Stiftung eines der wichtigsten Archive zur Erforschung sozialer Bewegungen und die größte Gewerkschaftsbibliothek der Welt. Die Bedeutung des Archivs der sozialen Demokratie (AdsD) als Zentrum historischer Forschungen spiegelt sich nicht zuletzt in der renommierten wissenschaftlichen Zeitschrift Archiv für Sozialgeschichte wider, die im Referat Public History des AdsD angesiedelt ist. Die Promotionsförderlinie erfährt dadurch eine direkte fachliche Anbindung.

Die Bewerbung erfolgt online:
Voraussetzung für eine Bewerbung ist die Zulassung zur Promotion ohne Auflagen an einer staatlichen oder staatlich anerkannten deutschen Hochschule. Das vorangegangene Studium sollte mit überdurchschnittlichem Ergebnis und zügig abgeschlossen sein. Neben der fachwissenschaftlichen Qualifikation wird ein ausgeprägtes gesellschaftspolitisches Engagement erwartet. Bei der Online-Bewerbung sollte der Bezug zum Promotionsprogramm im Motivationsschreiben ausdrücklich erwähnt werden. Der Bewerbungsschluss ist der 31. Dezember 2016. Weitere Einzelheiten zum Bewerbungsverfahren und den einzureichenden Unterlagen sind online zu finden.

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Call for Papers: ECPR Joint Sessions Workshop „Integration or Cooptation? Dynamic Interactions Between Social Movements and Institutions“, Nottingham 25-30 April 2017, Workshop Directors: Nicole Deitelhoff (Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt) & Katrin Uba (Uppsala Universitet)

Citizens’ political activism via social movements or advocacy organisations often involve in conflicts with power holders. The ways in which these groups interact with established institutions are manifold – from cooperation to demonstrations and civil disobedience, or from repression and cooptation to acceptance and responsiveness. This workshop addresses the dynamic interactions between social movements and institutions with a focus on strategies of and against cooptation. While cooptation is a prominent strategy of institutions to cope with critique and much has been written about cooptation in the research on authoritarian regimes or social movements, we still know little about its dynamics or implications. The workshop focuses on movement-institution interactions and their consequences for movements’ strategies and aims as well as institutions’ political decisions. The goal is to clarify what cooptation entails and in how far it may, in fact, allow for a (symbolic) integration of movements’ claims in established institutions? We invite papers that look at social movement cooptation from both the institutional and from the social movement perspective. We especially encourage empirical studies that apply a relational perspective on movements and institutions in one country, at transnational level, or in comparative perspective and that utilize qualitative, as well as quantitative methodological approaches. Welcome are papers addressing one or more of the following questions. Concerning social movements: What effects does cooptation strategies have on social movements? To what extent do they change their goals and/or organizational forms? Why do social movements get coopted? Do they reflect on the danger of cooptation? With regards to institutions core questions are: (How) do these try to coopt social movements? With what mechanisms is approximation reached? What are the effects on the institutions?

For more details please visit: http://ecpr.eu/Events/PanelDetails.aspx?PanelID=4850&EventID=104

Call for contributions: International Conference on Cross-movement Mobilization, April 5-7, 2017, Ruhr-University Bochum (Germany)

In joint cooperation between the Institute for Social Movements (ISB), Bochum, the Institute for Protest and Social Movement Research (IPB), Berlin, and the ISA’s Research Committee on Social Classes and Social Movements (RC47).

The international conference aims to bring together experts and early-career scientists to promote a research area that is highly relevant for social movement studies and for society as a whole, and which has not received sufficient attention in current scholarship: cross-movement mobilization.

This concept describes the joint mobilization and formation of alliances across different social movements and organizations with different constituencies In moving away from single movement approaches literature has begun to progressively shift its interest to the interactions that social movements have between each other and with other actors. Studies have explored examples of this on a wide range and scale, starting from cooperation at the local level, such as urban resistance in cities and communities, to cooperation on issues such as climate change, energy transition, alternative economy, and the relation between the global South and the global North. At the same time, cross-movement alliances cannot be taken for granted, as the different groups and actors are separated by different ideological positions, a diverse history and development, and are also partially subject to competitive relations. How such cleavages and differences are overcome is a key question with which the conference will deal.

The international conference aims to provide a platform to present and discuss research on the conditions under which movement alliances evolve, on the success and failure of cross-movement mobilizations at different levels – from local to global – as well as on various topics such as ecology, labor, economy, and urbanization. The conference will bring together fields of research in sociology, political sciences, and history. Particular prominence will be given to social movement studies, industrial relations, international relations, political economy, and social history, in order to sharpen our understanding of internal modes of cooperation, tensions, synergies, and effects of interaction in cross-movement mobilization.

Key questions which are going to be discussed during the international conference:

Conditions and processes of cross-movement mobilizations and their comparison:

  • Which subject areas and environmental conditions make cross-movement mobilization more likely?
  • Are there social movements that are particularly resistant to cross-movement mobilization?
  • How do progressive cross-movement activities distance themselves from right-wing movements?
  • When and under which conditions do cross-movement campaigns or protest activities become stable networks?

Internal cleavages and clashes:

  • Which issues, ideological differences, and power struggles can be observed in cross-movement mobilization?
  • Is cross-movement mobilization weakening the internal cohesion of movements?
  • How do they achieve synergy?
  • Are there certain environmental conditions or strategic contradictions that hinder synergetic effects?

Multilevel dynamics:

  • Is cross-movement mobilization more likely on the local or global level?
  • Is cross-movement action especially effective in mobilizing several levels at the same time?

Historical embeddedness:

  • What kind of historical precursors can be found for cross-movement mobilization?
  • What are their differences when compared to present forms?

Meta- theoretical reflection:

  • Does cross-movement mobilization eventually result in a singular social movement?
  • What is the relationship between the concept of cross-movement mobilization and other, potentially related concepts such as movement spill-over, frame bridging, movement alliances, etc.?
  • To what extend does the idea of cross-movement mobilization represent a conceptual overstretch?

Specifically, participants can target their interest at the following panels:

Panels

I. Joint Actions against the Radical Right: Labor Movement’s Contemporary Cross-Movement Mobilization

Session organizers: Jenny Jansson & Katrin Uba, (Department of Government, Uppsala University, Sweden)

There has been a recent increase in cross-movement mobilization against radical right wing groups in Europe and beyond. One of the movements which have become increasingly active is the labor movement, and this panel is interested in how labor movements in different countries mobilize, cooperate and build alliances with other movements in order to fight the growth of radical right activism. Which kinds of strategies are used in such cross-movement mobilizations? Which kinds of movements are the labor movement cooperating with? What are the political and movement related consequences of these kinds of mobilizations? How does the counter-mobilization of the radical right influence the sustainability of such cross-movement cooperation? The panel welcomes empirical and theoretical contributions, comparative or single country studies and encourages the application of wide set of methodological tools.

II. Engaging Difference – Lessons from Cross-Movement Mobilizations in Latin America

Session organizers: Johanna Leinius (Goethe-Universität Frankfurt/ipb), Eva Kalny (University of Hannover) & Marco Antonio Teixeira (Universidade do Estado do Rio de Janeiro, Brazil)

In the last decades, social mobilization in Latin America has been transformed as with the increasing politicization of diversity: from the Zapatista uprising to the Latin American and Caribbean Feminist Encounters and the World Social Forum, building cross-movement alliances has been at the forefront of mobilization strategies and internal reflections for social movements in Latin America. Recognizing the knowledge and valuing the experiences of marginalized communities has been a central concern not only for decolonial approaches in academia, but also for indigenous, afro-Latin, women’s, and peasant movements. Popular education approaches and feminist pedagogies have needed to rethink the revolutionary subject their approaches are directed at and are continuously reformed to fit contemporary Latin American realities. This panel focuses on movement experiences with cross-movement mobilization in Latin America. Its particular focus are the experiences, knowledges, and practices of emancipatory social movements striving to challenge Latin American coloniality. The panel asks: How does cross-movement mobilization play out in Latin America? What role do popular education methodologies and feminist approaches play in the alliance-building approaches between heterogeneous social movements? How are actors from the global North implicated in these processes?

III. Panel: Cross-Movement Mobilization in Conflicts over Large-Scale Mining

Session organizers: Bettina Engels & Melanie Müller (Freie Universität Berlin)

Industrial mining is currently one of the fastest growing sectors of the world economy, particularly in the Global South. The current mining boom is, however, accompanied by numerous conflicts: over labour relations, over territorial control and access to water and land resources, over the effects on local livelihoods, on gender relations and ecological systems, and over the distribution of profits and tax revenues. Hence, in many cases, mining projects are highly contested and trigger protests on the local, national, and transnational scale. Mobilization against the expansion of industrial mining occur in all world regions. Increasingly, resistance is also organized in transnational and transregional ways.

IV. Cross-Movement Mobilisation in Conflicts over Migration and Asylum

Session organizers: Priska Daphi (University of Frankfurt), Lorenzo Zamponi, (Scuola Normale Superiore, Florence) & Leslie Gauditz (University of Bremen)

In the last few years, an increasing number of migrants sought asylum in Europe. This development triggered a series of events and processes. Among them, various episodes of collective action took place in different countries: grassroots actions and initiatives in solidarity with refugees, self-organised protests led by refugees at the borders or in camps, transnational campaigns demanding changes in European policies, as well as radical right and nationalist protests against the presence of refugees in some communities.
This panel explores the construction of coalitions between different actors involved in such issues and actions. Which alliances are established both inside and outside social movements? Which actors are most likely to participate and to seek cross-movement cooperation? How do such coalitions affect the dynamic of mobilisation as well as the outcome? We intend to contribute in answering these questions through the analyses of cross-movement mobilisation between all sorts of actors including left-wing and right-wing movements and parties, civic actors, volunteers’ associations, trade unions, NGOs, and religious organisations.

V. Protest waves or cross-movement mobilizations? How do Movements Influence other Movement’ Mobilizations?

Session organizer: Sebastian Haunss (Universität Bremen) & Jochen Roose (Universität Wrocław)

Social movements interact in various ways. They can develop in direct response to other movements, as counter-movements, or as competing movements in the same issue area – the idea of movement sectors and movement industries draws on this notion. Movements in one country can also influence the development of movements in other countries – leading to weak or strong forms of transnationalization of protest. They can also replace earlier movements as successors after an earlier movement has de facto dissolved – as expressed in the concept of separate waves of one movement. And they can also interact more indirectly, building on an increased willingness to protest created by other movements – an idea that lies behind the more general notion of protest waves. In this panel we invite empirical studies and theoretical papers that explicitly address these forms of interaction between different movements. A special focus shall be placed on interactions between movements addressing different issues.

VI. Alliances as Co-Optation. Social Movements between Professionalisation and Depolitizisation

Session organizer: Eva Gerharz (Ruhr-University Bochum) & Shelley Feldman (Cornell University)

The literature suggests that If social movement actors expect to benefit from cooperation with international partners ,they need to present themselves as professional actors and/or enter into alliances with more established and more powerful movement actors. Such co-optations go along with the necessity to make concessions when it comes to the institutionalisation of certain procedures and this entails the danger of de-politization. This panel invites papers which investigate such processes from an empirical perspective, with a focus on social movements and their coalitions across the North/South divide, as well as the wider societal ramifications of this phenomenon.

VII. The Next Polanyian Moment? Mobilization in Times of Global Capitalism

Session organizer: Saskia Freye (Ruhr University Bochum) & Sascha Münnich (University of Göttingen)

This panel aims to explore the analytical power and boundaries of Polanyi’s concept of the countermovement in the era of a globalized capitalism. Intensification of economic integration on a global scale and the increasing financialization and marketization of business, politics, and the everyday life has undermined the post-war settlement in many (Western) countries, producing what might be called the next Polanyian moment. These developments advance forcefully and (re-)expose ever more parts of society to the market, thereby undermining its social, environmental, and economic preconditions. By re-integrating economy and society, Polanyi’s concept is a powerful tool to analyze social movements and political re-regulation on different levels (from local to cross-national) and in different forms (reactionary, nationalistic, progressive), inventory and analytical boundaries, systematization of counter-movements and historic advancement, successes and reactions.

VIII. Transnational Cross-Movement alliances, Coalitional Power and the New Global Politics of Labor

Session organizer: Sabrina Zajak (Ruhr-University Bochum) & Marissa Brookes (University of California, Riverside)

The intensification of global economic integration, the consolidation of power in multinational enterprises, and the increase in the financialization and marketization of politics and of everyday life put severe pressure on labor worldwide and undermine the social, environmental, and economic preconditions of their societies. One assumption is that when social movements and trade unions join forces they are able to challenge the current practices of production, organization, and consumption. This panel explores the most promising opportunities but also obstacles hindering cross movement alliance building between “old” and new” social movements. It looks for papers exploring attempts to develop new sources of cooperation, mechanisms of group interest alignment, and outcomes of transnational cross-movement alliances. In what ways is coalitional power build built?? Under which conditions does it lead to synergies and new ways to leverage or build transnational institutions to improve working conditions and organize workers?

IX. Cross-Movement Convergences – the Urban as Opportunity or Limitation?

Session organizer: Margit Mayer (FU-Berlin) & David Scheller (FH Potsdam)

The city and the urban life have become a nodal point for various protests in recent years. The right to the city, coined by Henri Lefebvre, and its revival in the late 2000s has become a common framework for critical urban scholars and also for a number of urban protest movements. This supports and increasing collaboration of heterogeneous actors in fragmented protests fields. The theoretical debate concerning urban social movements oscillates between potential access points for transformative critics of capitalistic hegemony and an existing limitations for translocal mobilizations. This panel aims to discuss the possibilities and limitations of the urban nexus as a reference point for social movements. We would like to consider both theoretical and empirical findings in the current discourse about cross-movement convergences between, for example, housing movements, refugee movements and environmental movements.

X. Cross-Movement Mobilisation against TTIP

Session organizer: Giulia Gortanutti (Ruhr-University Bochum), Jan Orbie (Universiteit Ghent) & Aukje van Loon (Ruhr-University Bochum)

Public interest in Free Trade Agreements has traditionally been low, mainly due to the technical difficulties of the subject. This changed in June 2013, with the start of the Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP) negotiations. This has created a unique point of convergence for different social movements and trade unions. In the context of the unopposed neoliberal theories guiding trade regulation policies, the role of transnational alliances capable of collective action seems one of the only counterforces. This panel explores transnational cooperation between different civil society actors against TTIP. How is the mobilisation coordinated? Which networks, coalitions, and alliances are involved in the protest? How does cross-movement mobilisation include actors which are not traditionally involved in such actions, such as Small and Medium Enterprises? Is the mobilisation against TTIP a (more or less) cohesive European phenomenon, or the sum of different national experiences? How are different strategy aims mediated within the many organisations participating in the mobilisation?

XI. Moving Boundaries – Building Bridges. The Remaking of the Environmental Movement?

Session organizer: Jana Bosse (Freie Universität Berlin), Romina Ranke (Leibniz Universität Hannover) & Sebastian Krätzig (Leibniz Universität Hannover)

Since the last years, we witness a new wave of network building within environmental movements. Environmental movements not only establish new and stronger ties on different levels – local, regional, national and transnational – but also across issues. They increasingly build bridges to other movements and emphasize the interrelationship of policy fields like climate change, environmental protection, economy, agriculture and health. Additionally, the environmental frame is, for instance, frequently used in strategic manner by local interests groups. These developments give reason for a number of questions: How and why does cross-movement mobilization and network building occur? For instance, is cross-movement mobilization more likely on the local or global level? What are motivations and strategies of the involved actors and how effective are these strategies in different circumstances? What challenges are involved in these shifting levels and issues? And finally, facing a growing diversification and complexity, how can we define the core characteristics of environmental and climate movements?

XII. The global justice movement today: what lessons learned?

Session organizer: Johanna Lauber (Ruhr-University Bochum) & Geoffrey Pleyers (Université de Louvain, UCL)

The Global Justice Movement has not only gained attention due to the transnational orientation but also due to the cooperation between New Social Movements and trade unions. If we look at the Social Forums, fostering exchange of ideas, bridging national divides, and cooperation has been an explicit aim of the movement. However, it seems like the Global Justice Movement has had its peaks with the Protests against WTO in Seattle 1999 and the first Social Forums in the beginning of 2000. Some evaluate the GJM as great success without which current mobilization e.g. against austerity politics or trade agreements would not have been possible. Others argue that in particular social forums were a waste of time, energy and resources. For this panel we want to ask: What is left of the cooperation established in the forums and protests of the Global Justice Movement? What are long term consequences and continuities? Did it enable new coalitions or did it increase doubts about the actual prospects and possibilities fro cross-movement cooperation? The panel seeks to contribute to the debate on cross-movement-cooperation taking into account the multiplicity of long-term effects on movement building, and individual and organizational development.

XIII. Joint actions against Austerity politics: discourse and strategies in the anti-austerity mobilization

Session organizer: Ana-Maria Nikolas (Ruhr-University Bochum), Maria Kousis (University of Crete) & Rubén Díez García (Universidad Carlos III de Madrid)

The anti- austerity protests that spread around Europe in the wake of the EU – debts crises and neoliberal austerity politics, was expressed in various way in different countries both directly affected by the measurements or not. Ranging from local initiatives and national strikes up to transnational events like the European week of action against austerity, the struggles against neoliberal crises management reveals many different strategies and became manifested in different movements like the Indignados and Euromarches, or in solidarity initiatives and networks but also institutionalised in the elective success of political parties like Syriza and Podemos. This panel focuses on the different levels, countries and strategies, this struggle is taking place and takes also a look on the struggle over discourse when it comes to austerity. The panel asks: Which barriers, ideological differences, and power struggles have to be overcome in cross-movement mobilization against austerity? How do struggles in different countries and on different levels vary? How do they achieve synergy and collaborations across movements? What does the emergence of anti-austerity movements mean in terms of Civil Society Europeanization and democratic deepening of the EU? How do these protests connect with the current wave of global mobilization?

XIV. Mediated Collaborations

Session organizer: Simon Teune (TU-Berlin) & Armin Scholl (University Münster)

Collaborations of social movements are intrinsically linked to the use of media. First, media can be seen as arenas of public exchange. Media sympathetic to movements as well as activist media help bridging different realities in movements. Second, media are part and parcel of organizing processes. Email-Lists and social media, for instance, are used to connect heterogeneous activists and to uphold contacts despite different priorities and agendas in everyday politics. While it is obvious that social movement collaboration relies on the mediated exchange of information and arguments, mediated discourse in a wider public sphere adds another layer that might also hamper collaboration. When addressing a wider public, activists follow logics different from those in internal debates. Their public statements tend to bring out and overemphasize differences. The panel invites contributions in this understudied field that either look into the role of specific media outlets or media technologies in cross-movement mobilization or present generalizing, comparative or theory-based approaches.

XV. From local to global and back. Energy initiatives and protests

Session organizer: Jana Bosse (Freie Universität Berlin), Romina Ranke (Leibniz Universität Hannover) & Sebastian Krätzig (Leibniz Universität Hannover)

Throughout Germany, local initiatives have mushroomed since Angela Merkel announced the Energiewende and a nationwide project of restructuring the German energy system has begun. Some have sought to use the new opportunities by becoming their own renewable energy producers and by investing into community energy projects. Others have established protest campaigns against wind parks, biogas plants and new power lines. Although many of these initiatives are rooted in local contexts, they have established networks to other campaigns to gain leverage. Remarkably, we see those examples of network building happening on very different levels (regional, national and even EU-wide) and towards a variety of actors from grassroots movements, NGOs to political parties and corporations. At the same time, many climate activists have re-oriented their struggles from the international to the national and local level. They repeatedly organize large protests against coal mining and fracking and build diverse coalitions. These new developments of local protests, networking and scale-shifting lead us to raise a number of questions: How and why do local protest initiatives start to build networks? How do they choose their allies? How might network building change local initiatives and grassroots movements? And what triggers scale-shifting processes from the global and transnational level to national and local activism?

XVI. Effects of Cross-Movement Mobilization on Protest Repertoires

Session organizers: Prof. Dr. Nicole Deitelhoff, Dr. Priska Daphi & Felix Anderl (all: University of Frankfurt)

While repertoires are a common concept in social movement studies, little is known about how changes in repertoires occur. Cross-movement mobilization can be expected to have a considerable impact on this as interactions with allies and rivals have been found to crucially affect social movements’ repertoires. This panel aims to bring together insights about the effects of cross-movement mobilization on tactical choices and changes. It explores how cooperation between different movements as well as between movements and other political actors influences protest repertoires. In how far do such interactions affect tactical choices? Does this effect differ depending on the kind of group movements cooperate with? What happens when a former opponent becomes an ally – as, for example, in the case of the global feminist movement cooperating with international organizations in the 1990s? And how helpful is the concept of diffusion in analyzing this dynamic? We invite both empirical as well as conceptual contributions that explore the various effects of cross-movement mobilizations on protest repertoires.

XVII. New Social Movements and the Labor Movement: Cross-movement Mobilization since 1968

Session organizers: Ulf Teichmann and Christian Wicke (Institute for Social Movements, Ruhr-University Bochum)

The New Social Movements (NSM) of the 1970s and 1980s have been portrayed as primary examples for cross-movement mobilization. Contemporary scholars have perceived the peace-, women’s- and environmental movements as one unit. Borne by an alternative ‘milieu’ and motivated by common norms and values, they have shared organizational and communication structures. While there is a growing research interest in the history of NSM, the focus has hardly been on the specifics of the relations amongst the particular movements. A more detailed perspective on the history of cross-movement mobilization shall provide further understanding of the degree of diversification and cooperation between the particular movements, especially the relations between the ‘old’ labor movement and the ‘new’ social movements: how accurate is the picture of a closely connected movement-family that has been drawn by research of the NSM? What are the most effective ways of studying the history of cross-movement mobilization since 1968 at the local, national and transnational levels? And finally, how helpful is ‘cross-movement mobilization’ and its associated conceptual tools from the social sciences— such as ‘movement spill-over’, ‘frame bridging’ and ‘movement alliances’—for historical studies of the new and old social movements since 1968?

XVIII. The contrasting cases of gender, work/care work and sexual/reproductive rights

Session organizer: Ilse Lenz (Ruhr-University Bochum)

XIX. Actors or tactics? Dynamics of Broad Coalitions and Reportoires of Contention for political transformation

Session organzier: Nina-Kathrin Wienkoop,Zentrum für Demokratieforschung (ZDEMO), Leuphana Universität Lüneburg & Jan-Philipp Vatthauer, Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung

The recent series of uprisings across Northern Africa exemplified the wide range of protest and resistance tactics diverse actors use in times of and for political change. Besides the so called “Arab uprising”, movements pushing for democratization occurred across Latin America and Eastern Europe, as well as in Western Africa and Southeast Asia over the last years. Despite conflicting interests, actors form (temporal) strategic coalitions to put pressure on ruling elites. The social movements’ set of actions – ranging from signing petitions to civil disobedience – is influenced by external and internal dynamics that occasionally stand in conflict. Depending on the theoretical perspective of the literature strands, social movement scholars judge resources, political opportunities, eventful junctures, well-placed framing as decisive for protests to have an outcome. Particularly cross-movement mobilization seems significant during eventful transitions to affect the political responsiveness. Currently debated is the availability of new forms of communication as another powerful tool to the protester’s repertoires. The panel shall evaluate the role and interplay of cross-movement mobilization and their tactics in promoting democratization.

Call for Papers

Selected papers will be published in a special issue on cross-movement mobilization in the journal “moving the social” (http://moving-the-social.ub.rub.de/index.php/Moving_the_social). This special issue has already been confirmed and scheduled. In addition, shorter contributions can be published on the blogs “Protest und Bewegungsforschung” and “openDemocracy”.

Please provide an abstract (250 words) including the name of the preferred panel no later than 1st of October 1, 2016 and send it to

cross-movement-mobilization@ruhr-uni-bochum.de

indicate if you need travel funding assistance as some travel grants will be available. If you have questions about the individual panels please contact the session organizers directly.

Conference website

Further information on the workshop groups of the Institute for Protest and Social Movement Research (IPB), and how to become a member visit this website.

Conference organizers:

Conference Committee:

  • Dr. Britta Baumgarten, Centre for Research and Studies in Sociology, University Institute of Lisbon (CIES-IUL), Portugal (IPB)
  • Prof Dr. Stefan Berger, Ruhr-University Bochum, Germany (ISB)
  • Prof Dr. Marissa Brookes, University of California, Riverside, USA
  • Dr. Priska Daphi, Goethe Universität Frankfurt, Germany (IPB&ISA47)
  • Prof. Dr. Donatella della Porta, Scuola Normale Superiore, Italy (IPB)
  • Prof. Dr. Margit Mayer, Freie University Berlin (IPB)
  • Prof. Dr. Ilse Lenz, Ruhr-University Bochum, Germany (ISB)
  • Prof. Dr. Geoffrey Pleyers, Catholic University of Louvain, Belgium (ISA47)
  • Prof. Dr. Britta Rehder, Ruhr-University Bochum, Germany (ISB)
  • Prof. Dr. Dieter Rucht, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Germany (IPB)
  • Prof. Dr. Tobias Schulze-Cleven, Rutgers‘ School of Management and Labor Relations, USA
  • Prof. Dr. Maria Kousis, University of Crete, Greece
  • Prof. Dr. Sabrina Zajak, Ruhr-University Bochum, Germany (ISB&IPB)
  • Prof. Dr. Jochen Roose, Willy Brandt Zentrum Wrocław (Breslau) , Universität Wrocław (IPB)

Call for Contributions: feministische studien (Heft 1/2017): Gesellschaftskritik in Frauenbewegungen und (queer)feministischen Öffentlichkeiten, Gastherausgeberinnen: Elisabeth Klaus, Tanja Thomas und Susanne Kinnebrock

Feministische Interventionen in gesellschaftliche Transformationsprozesse, ein von feministischer Gesellschaftskritik geschärfter Blick auf „soziale, kulturelle, politische Verhältnisse und Entwicklungen und die Analyse gesellschaftlicher Ungleichheit, aber auch die Kritik an Kapitalismus, Neoliberalismus sowie Patriarchalismus und Heteronormatitvität sind unverzichtbar im Kampf um mehr Emanzipation und Geschlechtergerechtigkeit“ (Wischermann 2013: 188).

In der Vergangenheit und bis heute setzen sich Frauenclubs, Frauenvereine, Frauenbewegungen, lesbisch-feministische Bewegungen und queere Bündnisse weltweit für Emanzipation und Geschlechtergerechtigkeit ein: Lokal, überregional und transnational kämpfen sie gegen mangelnde Achtung und unzureichende Förderung  sowie für den Schutz  der Rechte von Menschen aller Geschlechter. Sie protestieren gegen Ungleichheit zwischen Männern* und Frauen* und für die Teilhabe an der Macht und an Entscheidungsprozessen auf allen Ebenen etwa der Politik, Wirtschaft, Gesundheit, Bildung, Umwelt und Friedenssicherung. In diesen Kämpfen haben sich Frauenbewegungen wie (queer-)feministische Öffentlichkeiten zugleich neue symbolische wie materielle Räume angeeignet und diese ausgestaltet, Grenzen des Sichtbaren und Sagbaren verändert und eigene kulturelle Ausdrucksformen gefunden. Damit einher ging eine Kritik an rationalistischen Vorstellungen von Politik und an objektivistischen Vorstellungen von Wissen.

Die Frauenbewegungsforschung hat gezeigt, dass  Medien  in feministischen Gegenöffentlichkeiten  eine zentrale Rolle spielen. Vom Flugblatt bis zu Twitter wurden und werden Medien  für die wirkmächtige Thematisierung ihrer Forderungen  genutzt,  sie werden als Instrumente zur öffentlichen Skandalisierung und Visualisierung eingesetzt; Ungerechtigkeiten und Exklusionen werden somit sichtbar gemacht und Teilhabe an der hegemonialen Öffentlichkeit eingefordert. Mediale und kulturelle Produktionen wie  Bewegungszeitschriften,  Zines und Blogs  waren und  sind  aber auch für feministische Selbstverständigungsprozesse, die Herausbildung  einer eigenen Bewegungskultur und  feministischer Netzwerke bedeutsam. Sie befördern  feministisches Bewusstsein, wecken die Lust am gemeinsamen Lernen auch in Kontroverse und ermöglichen die ermächtigende Erfahrung der kollektiven Durchsetzung von Forderungen. Damit liefern feministische Öffentlichkeiten zugleich Anstöße für die Erweiterung der  eigenen  Handlungsmöglichkeiten  ihrer Akteur*innen  –  Gesellschaftsveränderung war und ist stets mit Prozessen der Selbstveränderung verbunden. Die Formen des Zugangs und der produktive Gebrauch von Medien haben einen Anteil an der Verfestigung alter oder der Begründung neuer Machtverhältnisse und Hierarchien  auch  innerhalb feministischer Bewegungen, die  von  vielfältigen Kontroversen und Debatten begleitet waren und sind.

Feministische Öffentlichkeiten haben stets das Spektrum an medialen Kommunikationsmöglichkeiten für die Vernetzung über lokale Räume und nationalstaatliche Grenzsetzungen hinweg ausgenutzt und verbreiten heute etwa die Ergebnisse der Weltfrauenkonferenz 2016 in Nepal via YouTube und anderen Social Media Anwendungen.  Zweifellos haben sich  Kommunikationsforen und  -formen von  Frauenbewegungen und(queer-)feministischen Bewegungen vervielfältigt, doch bleibt die Frage, inwiefern damit auch eine Stärkung ihrer Positionen einhergeht.

Stets wurden und werden feministische Bewegungen in hegemonialen Öffentlichkeiten und Medien reflektiert und repräsentiert, oft auf eine Weise, die ihre Handlungsmöglichkeiten einschränken und Sanktionen gegen ihre Akteur*innen legitimieren.  In den Medien werden Widerstände artikuliert und Akteur*innen bedroht und diffamiert. Antifeministische Netzwerke, die sich derzeit im Internet besonders vehement artikulieren, sind dabei kein ganz neues Phänomen, sondern ebenso historisch wirkmächtig gewesen, und wurden und werden auch von Frauen* mitgetragen. Dazu kommt, dass auch unabhängig von organisierten antifeministischen Bündnissen in hegemonialen Öffentlichkeiten Grenzen errichtet werden, zwischen „guten“ und „schlechten“ feministischen Positionierungen, zwischen Akteur*innen, die in den traditionellen Medien zu Wort kommen und solchen, die keine Stimme haben. Forderungen feministischer Bewegungen konnten so von ihrem gesellschaftskritischen Impetus abgespalten und für Modernisierungen im neoliberalen Kapitalismus genutzt werden. Das gilt etwa für die in den 1970er Jahren geforderte Neugestaltung von Produktions- und Reproduktionsbereich, die zwar den Eintritt von Frauen in das Arbeitsleben  forciert, aber die gesellschaftliche Geringschätzung von häuslicher Pflegeleistung und Reproduktionsarbeit nicht verändert hat. Das gilt auch für die öffentliche Thematisierung von sexueller Gewalt, die heute für rassistische Positionen missbraucht wird. Das wirft die Frage nach den Strategien und Möglichkeiten auf, sich gegen Enteignungen, Spaltungen und Antifeminismus zur Wehr zu setzen. Damit verbunden stellt sich die Frage, wie einer Re-Artikulation feministischer Bewegungen und dem Verlust eines kollektiven Gedächtnisses über feministische Gesellschaftskritik begegnet werden kann.

Mit diesem Call wollen wir Autor*innen einladen, die Frauenbewegungen bzw. (queer-)feministische Bewegungen untersuchen und Fragen stellen nach

  • der Bedeutung von Medien für die Strategien, Artikulations- und Interventionsmöglichkeiten in verschiedenen historischen Phasen,
  • dem Stellenwert von kulturellen und medialen Produktionen, von Performativität und Affektivität für Bewegungskulturen und Bewegungsöffentlichkeiten sowie deren Akteur*innen,
  • den Veränderungen für die Formierung und Entfaltung  von feministischen Bewegungen, die mit digitalen Medien einhergehen,
  • der historischen und aktuellen Bedeutung des Mediengebrauchs und den diesen  innewohnenden Ambivalenzen,
  • nach konkreten Praktiken des Mediengebrauchs auf den unterschiedlichen Ebenen feministischer Öffentlichkeit,
  • dem translokalen (transnationalen) Vernetzungspotential mittels Medien, das womöglich zugleich Machtverhältnisse zu irritieren wie zu stabilisieren vermag,
  • den Potentialen von Medien, aber auch ihren Grenzen  für individuelle und kollektive Erfahrungen und für die Entwicklung eines feministischen Bewusstseins,
  • den Möglichkeiten der Verhandlung von Erinnerungen und der Konstituierung feministischer Bewegungsgedächtnisse,
  • der medialen Repräsentationen und dessen Relevanz für Handlungsfähigkeit,
  • dem Charakter, den Formen und Ursachen antifeministischer Bewegungen, ihrer Bedeutung für die Einschränkung feministischer Öffentlichkeiten und den Möglichkeiten, diesen wirkmächtig zu begegnen.

Die Zeitschrift feministische studien – Zeitschrift für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung Nr. 1/2016 wird 6 bis 8 Beiträge zu diesem Schwerpunkt enthalten, und zwar Aufsätze (bis 40.000 Zeichen) und Diskussionsbeiträge (bis 25.000 Zeichen), die nach einem peer-review-Verfahren ausgewählt werden. Erwünscht sind auch Tagungsberichte sowie Rezensionen oder Sammelrezensionen zu Veröffentlichungen, die sich vorzugsweise, aber nicht ausschließlich, mit dem Schwerpunkt dieses Heftes beschäftigen.

Wir laden Sie herzlich ein, bis zum 03.07.2016 ein Abstract von bis zu 2.500 Zeichen bei den Herausgeberinnen des Schwerpunktheftes, Prof. Dr.  Elisabeth Klaus  (Universität Salzburg),  Prof. Dr. Tanja Thomas (Universität Tübingen) und Prof. Dr. Susanne Kinnebrock (Universität Augsburg) einzureichen. Einreichung: manuskripte@feministische-studien.de

Download: Der Call als pdf-Datei

Call for participation: Workshop „FORSCHEN ZU PEGIDA – Interdisziplinäre Perspektiven auf eine rechtspopulistische Protestbewegung“, 20.06.2016, Technische Universität Berlin

PEGIDA als rechtspopulistische Protestbewegung ist seit den ersten Demonstrationen im Herbst 2014 zu einem viel beachteten Phänomen im bundesdeutschen Diskurs geworden. Auch im akademischen Bereich haben die wöchentlichen Demonstrationen in Dresden und anderen Städten sowie die sich inzwischen europaweit vernetzende Bewegung vielfältige Forschungen angestoßen. Dabei haben wir den Eindruck, dass bis auf wenige herausgehobene Projekte oder Forschungszusammenhänge viele der entstehenden oder bereits fertiggestellten Arbeiten unsichtbar bleiben. Auch die Vernetzung und der kontinuierliche Austausch zwischen den Forschenden ist bis auf einige Ausnahmen eher lose.

Einer solchen Tendenz wollen wir mit unserem Workshop entgegentreten. Unser Ziel ist es, möglichst viele interessierte Menschen, die zu PEGIDA oder mit einem starken Bezug zu PEGIDA forschen, zusammenzubringen und so einen langfristigen, dezidiert interdisziplinären Austausch anzustoßen. Der Workshop dient dafür als ein erster Schritt, um verschiedene Blickrichtungen und Annäherungsmöglichkeiten auf das „Phänomen“ PEGIDA und die Menschen, die die Bewegung voranbringen, kennen zu lernen. Der Ansatz ist dabei möglichst breit gewählt, um vielfältigste Forschungen zu unterschiedlichen Facetten von PEGIDA beinhalten zu können. Dazu zählen bspw. die Betrachtung von PEGIDA als rechtspopulistische, neue soziale Bewegung (in Dresden, der BRD und darüber hinaus), Beobachtungen der Demonstrationen und ihrer Teilnehmenden oder die Rolle virtueller Vernetzungsstrategien. Die Einladung richtet sich explizit auch an Menschen, die sich in Haus- oder Abschlussarbeiten intensiver mit den umrissenen Themenfeldern auseinandersetzen.

Es ist geplant, dass jede*r Teilnehmende in einem kurzen, rund 10-minütigen, Input einen Einblick in die eigene(-n) Arbeit(-en) gibt. In der anschließenden Gruppendiskussion können dann einzelne Fragestellungen, Herangehensweisen, Probleme und vor allem auch gemeinsame Perspektiven intensiver diskutiert werden. Als Ausblick wünschen wir uns eine Verstetigung solcher Treffen bzw. den Aufbau einer längerfristigen gegenseitigen Vernetzung.

Wir hoffen, am 20.06.2016 viele interessierte Menschen begrüßen zu dürfen.

Lisa Magdalena Richter & Sebastian Sommer

Zusammenfassung
Workshop „FORSCHEN ZU PEGIDA – Interdisziplinäre Annäherungen an eine rechtspopulistische Protestbewegung“

Wann? – 20.06.2015 ab 11:00 (geplante Dauer: 4-5h)
Wo? –   Technische Universität Berlin | Zentrum Technik und Gesellschaft | Hardenbergstr. 16-18| 10623 Berlin | Raum 6.06

Um eine vorherige Anmeldung unter pegida-workshop@riseup.net wird bis zum 15.06.2016 gebeten, um den Ablauf besser planen zu können. Laptop und Beamer werden vor Ort sein. Der Workshop soll hauptsächlich auf Deutsch abgehalten werden. Dennoch sind auch Beiträge in englischer Sprache möglich.

Leider ist keine Erstattung von Fahrtkosten möglich. Dennoch hoffen wir auf eine Beteiligung von vielen Menschen außerhalb Berlins.

Zu den Einladenden
Lisa Magdalena Richter schreibt derzeit ihre Masterarbeit an der Humboldt-Universität zu Berlin zur Frage, inwiefern kulturelle und institutionelle legacies zum Entstehen von PEGIDA in Dresden beigetragen haben. Vorher hat sie Kulturwissenschaften (B.A.) und Europa-Studien (M.A.) mit den Schwerpunkten Transformationsstudien, Demokratisierungsprozessen und Zivilgesellschaft an der Viadrina in Frankfurt/Oder studiert.

Sebastian Sommer promoviert am Institut für Theaterwissenschaft der Freien Universität Berlin zu den „Erlebniswelten in rechtspopulistischen Massenbewegungen am Beispiel von PEGIDA“. Das Erleben in und von national-gefärbten Kollektivereignissen beschäftigte ihn bereits in seiner MA-Thesis über „Public-Viewing-Angebote (in der BRD) als Orte der kollektiven Erfahrung von    nationaler Gemeinschaft“.

Der Call als pdf zum Download

Conflicting Populisms. Left and Right Wing Populism in Europe, Wien, 9.-11. Juni 2016, eine Tagung der Professur für Politische Theorie am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien in Zusammenarbeit mit dem Bruno Kreisky Forum für internationalen Dialog, Organisation: Oliver Marchart und Isolde Charim

Vor dem Hintergrund der anhaltenden ökonomischen und politischen Krise gewinnen Populismen immer mehr an Zugkraft. Europa scheint gespalten in Länder, die von rechtspopulistischen Bewegungen erfasst werden, und solchen, in denen ein linker Neopopulismus erprobt wird. Während alte Sicherheiten wegbrechen, entbrennen neue Kämpfe um politische Deutungshoheit. Transnational betrachtet ergibt sich daraus ein komplexes Bild: Populismen unterschiedlicher weltanschaulicher Prägung liegen nicht nur im Konflikt mit der liberalen Mitte, sie geraten auch untereinander in Konflikt. Mehr denn je wird daran die Ambivalenz des Phänomens Populismus deutlich. Populismus ist ein Konfliktbegriff. Nicht nur beschreibt er eine konfliktorientierte Politikform, er ist auch selbst höchst umstritten.

Die Tagung möchte dieser schillernden und umstrittenen Seite des Populismus anhand seiner vielfältigen aktuellen Ausprägungen nachgehen. Dazu sollen u.a. folgende Fragen adressiert werden: Welche Unterschiede lassen sich zwischen linken und rechten Populismen ausmachen? Können populistische Strategien angemessene Antworten auf die gegenwärtigen politischen Herausforderungen liefern? Kann, darf, ja soll die Linke populistisch sein? In welchem internen oder externen Verhältnis steht Populismus zu Demokratie?

Call for Papers:
Am 11. Juni 2016 wird hierzu – im Anschluss an eine Podiumsdiskussion am 9.6. und ein Symposion am 10.6. – ein ganztägiger Workshop mit DoktorandInnen und PostdoktorandInnen stattfinden.

Wir möchten Sie auffordern, Abstracts (max. 1500 Zeichen) für einen 20 minütigen Vortrag inklusive Kurzbiographie bis zum 15.5. 2016 unter politische.theorie(at)univie.ac.at einzureichen. Über eine Zu- oder Absage erhalten Sie innerhalb einer Woche Bescheid.

Programm

9. Juni 2016

Beginn: 19.00h
Podiumsdiskussion mit Micha Brumlik, Chantal Mouffe, Jan-Werner Müller und Peter Pilz, Moderation: Isolde Charim

Ort: Bruno Kreisky Forum für internationalen Dialog, Armbrustergasse 15, 1190 Wien

10. Juni 2016

9.15-12.15
Oliver Marchart (University of Vienna): Introduction. The Amorphous Shape of Populism

Catherine Colliot-Thélène (Université de Rennes 1/University of Frankfurt): Populismus als begriffliches Problem

Emilia Palonen (University of Helsinki): Populist Dynamics and Democracy: the Cases of Finland and Hungary

13.15-15.30
Chantal Mouffe (Westminster University): Populism and Radical Democracy

Jan-Werner Müller (Princeton University): Why Populism is a Danger to Democracy

16.00-18.30
Yannis Stavrakakis (University of Thessaloniki): Populism vs. Anti-populism in the Greek Crisis: Divisions of Public Discourse

Ingolfur Blühdorn (Vienna University of Economics and Business): Populism and its Unlikely Siblings. Discursive practice in Simulative Democracy

Ort: Institut für Politikwissenschaft, Universität Wien, Universitätsstraße 7/2.Stock, Hörsaal 1, 1010 Wien

Ihre Anmeldung für die Tagung senden Sie bitte an: politische.theorie@univie.ac.at

11. Juni 2016

Beginn: 10.00h
Workshop für DoktorandInnen und PostdoktorandInnen

Ort: Institut für Politikwissenschaft, Universität Wien, Universitätsstraße 7/2.Stock, Hörsaal 1, 1010 Wien

Der Call als pdf-Datei

Call for Papers: International Dissidence. Rule and Resistance in a Globalized World, International Conference, Frankfurt, 2-4 March 2017

From Occupy Wall Street and radical jihadism to protests against UN peacekeeping, right-wing mobilization in Europe and India’s exit from the Non-Proliferation Treaty – resistance remains a ubiquitous but ambiguous aspect of global social and political life. It takes many courses, purposes and guises. In parallel, rule has been re-fashioned for both academic and political purposes. It is present in the power of the international banking system, ‘Western’ imperialism, the legitimation of violence, in a homogenizing globalism and asymmetrical global rules. But how can we make sense of the dynamic relationship between resistance and rule in today’s globalized world? How has resistance changed across time and social spaces? And how is it affected by or does it affect transnationalization?

Resistance challenges and sometimes produces or reproduces systems of rule. This constitutive relationship between rule and resistance, however, seldom attracts scholarly attention. This negligence is partly due to the fragmentation of academic discourses. Some scholars focus on specific types of resistance (e.g. populist movements, cyber activism, terrorist groups or the extreme right) or specific processes (e.g. radicalization, deradicalization, or transnationalization). Still others study the variety of forms and practices of rule in reaction to various forms of resistance. While such specialization has yielded deeper insights into the significance and operation of rule and resistance in particular instances, it has also occluded the bigger picture. Scholarly understanding of the relationship between resistance and systems of rule has suffered as a result. The conference will attend to this bigger picture.

We invite scholars from various disciplines, including sociology, history, political science, political theory, international relations, anthropology, and area studies, whose work contributes to one of the conference sections. Section 1 focuses on resistance to specific systems of rule, ranging from international norms, regulations and bureaucracies to rule by elites. Section 2 zooms into the dynamic interactions between authorities and resistance movements, including how international organizations cope with protest, reactions to digital dissidence, and various forms of international disciplining of protest within the state. Section 3 finally traces how resistance movements change from “opposition”, referring to resistance according to established rules, to “dissidence”, referring to revolutionary resistance availing itself of unconventional means (for a more detailed description of the sections and panels, click on http://dissidenz.net/konferenz-2017/).

The conference is part of the collaborative research project “International Dissidence” based at the Cluster of Excellence “The Formation of Normative Orders” at Goethe University Frankfurt (for more information, click on dissidenz.net/en).

To encourage in-depth discussion, presentations will span 20 minutes and will be held in plenary sessions.

Please send your abstract of no more than 300 words to conference(at)dissidenz.net by 1 June 2016. Please indicate your panel of interest. Travel and lodging expenses will be covered for those accepted.

Call for Papers: Acting on media: pioneer communities, social movements and civil society organizations, 13 and 14 October 2016, University of Bremen, Germany, organizers: Andreas Hepp, Sigrid Kannengießer and Sebastian Kubitschko

In one way or the other the current transformation of society is related to media, which are understood to mean organizations, content and technologies. As a consequence, media themselves are gaining increasing relevance in political debates and for political activity per se. Actors like hacker collectives, alternative media or open source movements do not only use media to organize, collaborate and to mobilize, but explicitly center their activities on media-related questions. Pioneer communities like the Quantified Self or Makers movement have emerged as new kinds of collectivities at the crossroads between social movements and think tanks, in their support of new forms of media practice. At the same time, new initiatives critically deal with media and point to problems caused by current media appropriation. One prominent case is Repair Cafés where people maintain their devices to avoid buying new ones, pointing to the socio-ecological damage the production and disposal of media technologies cause. The number of examples that could be added to this list is constantly growing.

What the actors mentioned have in common is that they tinker around with media, tease them apart, explore and modify them. They thematize how media are dominantly used in society and they often influence the way media are constructed and perceived in public discourse. Overall, by putting media at the center of their involvement, they are acting on media. Along with this development, apparently clear distinctions between ‘alternative’ and ‘established’ groups, between ‘insider’ and ‘outsider’ tactics, between ‘traditional’ and ‘new’ forms of media-related engagement become blurred. The core idea of this workshop is to bring together empirical analysis and critical reflections on different forms of acting on media.

With this focus in mind, we would like to discuss the following questions:

  • Who are the actors (individual, collective, movement-based, etc.) that thematize, problematize and/or politicize contemporary media?
  • How do actors act on media? What are their concrete aims and practices? What is their role in our social world?
  • Which contradictions can we perceive regarding these actors and media appropriation – either in the initiatives themselves or between them?
  • Which relevance and influence have and which constraints do these initiatives face in highly media-saturated societies?
  • What kind of influence and effects result from these activities/actions?

We explicitly encourage contributions from actors analyzing in different research areas and disciplines – ranging from communities, organizations, think tanks, movements, and the like – that put media in the center of their activities. Besides presentations of empirical studies, we also ask for theoretical contributions and methodological reflections on how to analyze the research object outlined above.

Doctoral students
We ask PhD students to indicate on their abstracts whether the submission is part of a doctoral project. This status will be taken into account in the review process. During the conference, accepted PhD students will present during the regular conference program. In addition, carefully selected respondents will comment on the doctoral projects and discuss the research with PhD students in a special panel.

Submission
Please send your submission of no more than 500 words (cover with contact details and a separate abstract, prepared for anonymous review) by 30 April 2016 to sigrid.kannengiesser(at)uni-bremen.de. Acceptance and rejection letters will be sent out in early June 2016.

Download Call
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Titelbild: Performance von Pussy Riot auf dem Roten Platz (Foto: Pussy Riot Blog)

Der Arbeitskreis soziale Bewegungen der DVPW

Seit Mitte der 1980er Jahre bringt der Arbeitskreis soziale Bewegungen der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft Menschen zusammen, die sich wissenschaftlich-systematisch mit sozialen Bewegungen und Protest, Formen der Partizipation und Organisation von unten beschäftigen.

Diese Seite soll einen Überblick über die aktuelle Forschung geben und Möglichkeiten zur Vernetzung eröffnen.

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