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Fishbowldiskussion: ‚Wes Brot ich ess…‘ – Probleme und Aussichten der privaten Finanzierung von Protestforschung

Ort: TU Berlin, Zentrum Technik und Gesellschaft, Hardenbergstraße 16-18, Raum 6.06
Zeit: Montag, 30. September, 17.30 bis 19 Uhr
Moderation: Wolfgang Stuppert

Die am Göttinger Institut für Demokratieforschung durchgeführte und von BP finanzierte Studie „Bürgerproteste in Deutschland“ hat zu Beginn des Jahres einigen Staub aufgewirbelt. Lobby-Control und die tageszeitung streuten den Verdacht, dass BP sich von der Studie Vorteile in den energiepolitischen Auseinandersetzungen mit der Umweltbewegung und mit Bürgerinitiativen erhoffen würde. Zudem hätten die Göttinger Forscher_innen nicht von sich aus transparent gemacht, auf wessen Rechnung sie arbeiteten. Die Finanzierung durch BP und der Umgang damit wurde auch auf der deutschsprachigen Liste von Protestforscher_innen diskutiert.

Die Kritik an der Göttinger Studie wirft ein Schlaglicht auf die Situation der Protestforschung in Deutschland. Auf der einen Seite fehlt es an Institutionen mit dauerhafter Finanzierung. Damit sind die Möglichkeiten der öffentlich geförderten Protestforschung eingeschränkt. Auf der anderen Seite melden Unternehmen und unternehmensnahe Stiftungen Interesse an den Themen Protest und Bürgerbeteiligung an. Viele der potenziellen Geldgeber sind allerdings Partei in einem Konflikt mit sozialen Bewegungen oder sie werden als solche wahrgenommen.

Wie diese Situation unter Protestforscher_innen im Allgemeinen und im Institut für Protest- und Bewegungsforschung im Besonderen wahrgenommen wird, wollen in einer Fishbowldiskussion zu Tage fördern. Die Moderation übernimmt Wolfgang Stuppert.

Die Diskussion ist der Auftakt des Herbst/Winterprogramms im Kolloquium ‚Politik von unten‘, das danach wieder 14-tägig stattfindet. Mehr Informationen zum Kolloquium und das vollständige Programm sind auf der Unterseite des Kolloquiums abrufbar.

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Sigrid Baringhorst, Veronika Kneip, Annegret März und Johanna Niesyto: Unternehmenskritische Kampagnen. Politischer Protest im Zeichen digitaler Kommunikation. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2010

„Gendreck weg“, „Lidl ist nicht zu billigen“, „Mit Tempo in die Armut“: Politische Protestakteure appellieren in netzgestützten Kampagnen zunehmend an die Macht politisierter Konsumenten. Normverletzungen bekannter Markenfirmen werden skandalisiert und wirtschaftliches Handeln von Unternehmen wie Verbrauchern moralisch und politisch aufgeladen. Im netzbasierten unternehmenskritischen Protest zeigt sich eine Vielfalt innovativer, nicht institutionalisierter Formen politischer Partizipation, in denen die Grenzen zwischen öffentlicher und privater Sphäre ebenso verschwimmen wie zwischen kollektivem und individualisiertem Handeln. Neue Deutungsmuster einer wertorientierten ‚Lifestyle-Politik‘ mit dem Einkaufswagen werden in aktuellen Formen netzvermittelter Mobilisierung und Vernetzung politischen Protests artikuliert. Der Band präsentiert eine umfassende Studie unternehmenskritischen Protests im deutschsprachigen Web und spürt dem Wandel von Protest in Online- und Offline-Räumen komplexer Kampagnenkommunikation nach: Inwiefern bietet das Internet neben politischen und ökonomischen Strukturen eine mediale Gelegenheitsstruktur für konsumeristische Protestpolitik, die auch über nationalstaatliche Grenzen hinausreicht?

Mehr Informationen auf der Verlagsseite

Die Geschäftsstelle „Erster Engagementbericht“ hat zum 01. Oktober 2010 ihre Arbeit aufgenommen. Ihre Aufgabe ist, die von der Bundesregierung für den „Ersten Engagementbericht“ eingesetzte Sachverständigenkommission umfassend zu begleiten und zu unterstützen. Neben einer gebündelten Bestandsaufnahme zu Lage und Situation des bürgerschaftlichen Engagements in Deutschland liegt der Schwerpunkt des Engagementberichts auf dem Thema „Bürgerschaftliches Engagement von Unternehmen“. Die Geschäftsstelle wurde durch das Forschungszentrum für Bürgerschaftliches Engagement der Humboldt‐Universität zu Berlin (ForBE) und das Institut der Deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) besetzt.

Die Geschäftsstelle am Forschungszentrum für Bürgerschaftliches Engagement unter der Leitung von Prof. Dr. Sebastian Braun sucht zum 01. Januar 2011 zwei wissenschaftliche Mitarbeiter/innen, EGr. 13 TV‐L HU‐Berlin, mit der Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit, befristet bis 30.06.2012.

Details in der kompletten Ausschreibung und unter http://www.for‐be.de

Rheinische Post: „Auf Socken, ohne Stiefel“

taz: „Stiefelverbot für Neonazis“

Frankfurter Rundschau: „Neonazis auf Strümpfen

Die Studie als pdf: Roland Roth: „Demokratie braucht Qualität! : Beispiele guter Praxis und Handlungsempfehlungen für erfolgreiches Engagement gegen Rechtsextremismus

Titelbild: Performance von Pussy Riot auf dem Roten Platz (Foto: Pussy Riot Blog)

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