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Ausschreibung von drei Promotionsstipendien in der Nachwuchsgruppe „Protest und Reform in der globalen politischen Ökonomie aus der Perspektive einer postkolonialen Politikforschung“, Universität Kassel

Die Nachwuchsgruppe untersucht die Auswirkungen der globalen Protestbewegung seit den 1990er Jahren auf institutionelle Reformen in der globalen politischen Ökonomie (z.B. von Weltbank, IWF, WTO) unter Anwendung postkolonialer Konzepte.

Die neoliberale Globalisierung der Ökonomie hat aufgrund ihrer negativen sozialen, politischen und ökologischen Konsequenzen in den 1990er Jahren zu einer neuen globalen Protestbewegung geführt. Diese manifestierte sich in den zahlreichen Protesten gegen die Institutionen der globalen Wirtschaftspolitik, allen voran Weltbank, IWF und WTO (wie in Genf 1998, Seattle 1999, Prag 2000 oder Genua 2001), aber auch im Netzwerk Peoples‘ Global Action (PGA), im Weltsozialforum von Porto Alegre oder in attac. Die Nachwuchsgruppe untersucht die Auswirkungen dieses Protests in Form von Reformen in der globalen politischen Ökonomie, insbesondere in den drei erwähnten Organisationen. Dabei sollen Konzepte der postkolonialen Studien zur Anwendung kommen, wie z.B. Othering und Orientalismus (Said), subalterne Artikulation und Repräsentation (Spivak), Provinzialisierung Europas (Chakrabrty) und Hybridität (Bhabha). Mögliche Themenfelder der Dissertationen sind z.B. die Reform der Strukturanpassungsprogramme oder die Etablierung des Inspection Panels der Weltbank, der Vorschlag eines Staateninsolvenzverfahrens im IWF, die TRIPs-Reform in der WTO oder die Auseinandersetzung um eine Devisentransaktionssteuer oder multilaterale Investititionsabkommen.
Ausschreibung von 3 Promotionsstipendien

Im Rahmen der von der Hans-Böckler-Stiftung und der Universität Kassel, Fachbereich Gesellschaftswissenschaften eingerichteten Nachwuchsforschungsgruppe sind zum 1.10. 2017 drei Promotionsstipendien in Höhe von 1.450 € monatlich für eine Laufzeit von maximal drei Jahren zu vergeben.
Über die Stipendien wird nach den Auswahl- und Förderungskriterien der Hans-Böckler-Stiftung entschieden. Bewerber*innen müssen einen überdurchschnittlichen Studienabschluss sowie ein gewerkschaftliches oder gesellschaftspolitisches Engagement nachweisen.
Die Bewerbungsunterlagen der Hans-Böckler-Stiftung finden Sie auf den Seiten der Stiftung. Diese sind zusammen mit einem Kurz-Exposé (ca. 3 Seiten) einzureichen, in dem das geplante Vorhaben skizziert und in das Forschungsprogramm der Nachwuchsgruppe eingeordnet wird. Wenn Sie in die engere Auswahl kommen, ist nach Absprache ein reguläres Exposé (ca. 10 Seiten) nachzureichen. Ein Gutachten muss nicht eingereicht werden, dieses wird für Sie zu einem späteren Zeitpunkt durch den Leiter der Nachwuchsgruppe erstellt.
Einreichungen sind bis spätestens zum 28.2.2017 zu senden an Prof. Dr. Aram Ziai.

Download: Die Ausschreibung als pdf-Datei

Titelbild: Performance von Pussy Riot auf dem Roten Platz (Foto: Pussy Riot Blog)

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London: Hundreds protest Chechnya gay "concentration camps"

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