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Call for Papers Feminismus und Öffentlichkeit: Kritik, Widerstand und Interventionen im medialen Wandel, Goethe-Universität Frankfurt am Main, 4. bis 6 . Oktober 2017, Organisation: Fachgruppe Medien, Öffentlichkeit und Geschlecht in der DGPuK und Cornelia Goethe Centrum der Goethe-Universität

Weltweit setzten und setzen sich feministische Aktivist*innen und Bewegungen für Emanzipation und Geschlechtergerechtigkeit ein; dabei berufen sich (queer-, lesbisch-)feministische Bündnisse auf unterschiedliche Feminismen, wählen verschiedene Formen zur Artikulation von Protest und zielen dabei auf die Herstellung verschiedener Öffentlichkeit(en) : Selbstverständigung und politische Forderungen wurden und werden sowohl in Netzwerken im Privatraum als auch in alternativen öffentlich-politischen Kontexten ausgehandelt , dafür Öffentlichkeit hergestellt oder versucht, sie in bestehende Öffentlichkeiten hineinzutragen; bis heute werden hierfür verschiedene Kommunikationsformen und unterschiedliche Medien genutzt. Akteur*innen, ihr Medienhandeln und die dadurch erzeugten Räume konstituieren dabei unterschiedliche Öffentlichkeitsebenen, in denen verschiedene Strategien zur Durchsetzung von Themen zum Tragen kommen können; diese Kommunikationsformen und Strategien verändern sich unter den aktuellen Bedingungen digitaler Öffentlichkeiten.
Aktivismus und Intervention in (queer-)feministischen Öffentlichkeiten stehen auf unterschiedliche Weisen in der Tradition historischer Emanzipationsbewegungen von Frauen* und waren stets begleitet von theoretischen Überlegungen und Erkenntnissen: Feministische Auseinandersetzungen mit Konzepten von Öffentlichkeit haben beispielsweise deren Abgrenzung zur privaten Sphäre kritisch beleuchtet und das asymmetrische Machtverhältnis in den Blick genommen , auf dem eine solche Trennung beruht und die es stützt.

Im Zentrum der Jahrestagung der Fachgruppe Medien, Öffentlichkeit und Geschlecht in Kooperation mit dem Cornelia Goethe Centrum der Goethe-Universität Frankfurt am Main stehen feministische Kritik und Praktiken des Widerstands im medialen Wandel sowie die damit in Gang gesetzten Veränderungen im Verständnis und in der Formierung von Öffentlichkeiten. Dies wirft vielfältige Fragen auf: Welche Debatten prägen das feministische Verständnis von Öffentlichkeit(en)? Welcher Öffentlichkeiten bedienen sich feministische Akteur*innen und wie stellt sich das durchaus ambivalente Verhältnis zu traditionellen Massenmedien dar? Welche Rolle hat der feministische Journalismus in der Geschichte der Frauen*bewegungen bis heute gespielt? Welchen Herausforderungen müssen sich Frauen*bewegungen und queer-feministische Interventionen historisch und gegenwärtig stellen? Was bedeutet die Infragestellung von Geschlechterkategorien für feministische Handlungsmacht und die Artikulation feministischer Forderungen in medialen Öffentlichkeiten? In welcher Form finden feministische Forderungen und Positionen in fiktionalen, non-fiktionalen und sozialen Medien Verbreitung? Und wie werden diese rezipiert?
Die diesjährige Jahrestagung der Fachgruppen Medien, Öffentlichkeit und Geschlecht in Kooperation mit dem Cornelia Goethe Centrum der Universität Frankfurt am Main widmet sich diesen und weiteren Fragen unter dem Titel „Feminismus und Öffentlichkeit: Kritik, Widerstand und Interventionen im medialen Wandel“.
Im Rahmen der Tagung laden wir dazu ein, Fragestellungen nach dem Verhältnis von Feminismus und Öffentlichkeit insbesondere entlang von drei Themenfeldern nachzugehen:

Themengebiet 1: Frauen*bewegungen in historischer und aktueller Perspektive
Im Zuge der historischen und neuen Frauenbewegung en entstanden zahlreiche feministische Initiativen und Gruppen, die sich gegen die Diskriminierung von Frauen* richteten und ein verändertes gesellschaftliches Frauenbild präsentierten. Ulla Wischermann hat beispielsweise gezeigt, wie es den historischen Frauenbewegungen gelang, ihre Forderungen nach Frauenwahlrecht und Sexualstrafrechtsreformen durchzusetzen, obwohl sie damals noch von der Teilnahme an der bürgerlichen Öffentlichkeit ausgeschlossen waren. Dabei griffen die Frauenbewegungen auf vielfältige Medien und Kommunikationsformen zurück, angefangen von Tagebüchern und Briefen, über Vorträge und Vereinspresse bis hin zur Ansprache der Massenmedien. Feministische Publizist*innen und Journalist*innen spiel(t)en für den Erfolg der Bewegungen eine tragende Rolle. Entscheidend für die Herstellung feministischer Öffentlichkeit, die sich als Gegenöffentlichkeit und Gegenkultur formierte, waren die meist regionalen Frauenzeitschriften und der Rundfunk. Mittlerweile ist das Internet mit seinen vielfältigen Kommunikationsmöglichkeiten und kommunikativen Foren dazu getreten, in dem sich (queer-)feministische Gegenöffentlichkeiten bilden, die ebenso die traditionelle Öffentlichkeit der Massenmedien und des Parlaments erreichen können. Die Debatte um (queer-)feministische Anliegen findet heute vermehrt im Wechselspiel zwischen alten und neuen Medien statt. Es stellen sich somit u.a. folgende Fragen:

  • Welcher Interventionen bedienen sich Frauen*bewegungen in unterschiedlichen Ländern und/oder transnational sowohl in historischer als auch aktueller Perspektive?
  • Welche Unterschiede und Parallelen zeigen Vergleiche von aktuell en zu früheren Aktionsformen der Frauen*bewegungen?
  • Wie werden Zugehörigkeiten zu Frauen*bewegungen verhandelt und wie wird eine gemeinsame Identität konstruiert und zugleich Diversität ausgehandelt?
  • Wie stellt sich das Verhältnis von Journalismus und Feminismus dar?
  • Welche Methoden bieten sich zur Erforschung sowohl historischer als auch aktueller Frauen*bewegungen an?

Themengebiet 2: (Queer- )Feministische Bewegungsöffentlichkeiten und Bewegungsmedien
Feministische Bewegungen und feministische Protestformen haben sich seit dem Beginn der Frauenbewegung en vielfältiger Kommunikationsformen und Medien bedient. Gegenwärtig sind es vielfach digitale Medien, die der Mobilisierung, Selbstverständigung aber auch als Orte des Protests dienen. Dabei sind es beispielweise (queer-)feministische Zines, die eine immer größere Verbreitung erfahren. Ein „communicative turn“ in den Repertoires feministischer Bewegungen äußert sich in einer Entwicklung von einem Offline- zu einem Online-Aktivismus sowie von einer kontinuierlichen Mobilisierung von Bewegungsöffentlichkeiten hin zu einzelnen Protesten und Kampagnen. Feministische, queere und postkoloniale Theoretiker*innen weisen auf die Möglichkeiten dezentrierter Öffentlichkeiten hin, die etablierte Strukturen in Frage stellen und vielfältigen gesellschaftlichen Interessen und Erfahrungen eine Stimme verleihen können. Gleichzeitig werden feministische Interventionen und Frauen*bewegungen in den traditionellen Medien thematisiert; oft jedoch so, dass deren kritische Perspektive auf strukturelle Ungleichheiten verloren geht . Somit entstehen u.a. folgende Fragestellungen, die wir zu diskutieren einladen:

  • Welche Bedeutung haben Bewegungsmedien für feministische Interventionen?
  • Wie werden (Bewegungs-)Öffentlichkeiten hergestellt und welche Rolle spielen Emotionen und Affekte für diese Bewegungen?
  • Wie verändert sich durch sogenannte Ad-Hoc-Öffentlichkeiten und flüchtige Zusammenschlüsse vor allem im Internet politisches feministisches Handeln?
  • Wie werden feministische Protestartikulationen von den Massenmedien und in sozialen Medien aufgegriffen und gerahmt? Wie werden sie rezipiert?

Themengebiet 3: Gegenangriffe: Antifeministische Öffentlichkeiten
Neben feministischen und emanzipatorischen Öffentlichkeiten und Bewegungen sind es jedoch auch antifeministische Bewegungen, die sich verstärkt öffentlich artikulieren und in und durch Medien agieren. Gegenwärtig zeigt sich ein Antifeminismus bzw. „Anti-Genderismus“, der nationalkonservative und rechtsextreme Einstellungen und Politiken in Deutschland, Österreich und anderen europäischen Ländern verbindet. Die darin enthaltenen antifeministischen Anfeindungen polemisieren oft pauschal gegen einen als einheitlich wahrgenommenen bzw. als uniform konstruierten Feminismus, unter den sowohl jegliche gleichstellungspolitische Maßnahmen als auch Gender Studies und Queer Theory undifferenziert subsumiert werden. Diese Anfeindungen sind nicht neu, deutlich erkennbar ist die historische Dimension antifeministischer Haltungen; bereits im Kaiserreich gab es eine gut vernetzte Abwehrbewegung gegenüber Frauenrechtlerinnen. Diskutieren möchten wir u.a. die folgenden Fragen:

  • Welcher Öffentlichkeiten, medialen Netzwerke und Argumentationsmuster bedient(e) sich der historische und aktuelle Antifeminismus?
  • Wie lassen sich Kenntnisse über die Dynamiken in digitalen Öffentlichkeiten für das Verstehen antifeministischer Hate Speech nutzbar machen?
  • Welche Wirkungen und Folgen haben antifeministische Angriffe in Bezug auf individuelle Akteur*innen und sowie auf die Handlungsspielräume von queer-feministischen Bewegungen in verschieden en Öffentlichkeiten?
  • Schließlich, darüber hinausgehend, welche Strategien im Umgang mit antifeministischen Akteur*innen und Gruppierungen sowie welche (medialen) Gegeninitiativen und Interventionen in antifeministische Öffentlichkeiten gibt es?

Tagungsablauf
Die Tagung findet anlässlich der Verabschiedung von Ulla Wischermann an der Goethe – Universität Frankfurt am Main statt. Sie wird am Mittwoch, dem 4. Oktober, abends mit einem Get together eröffnet und endet am Freitag, dem 6. Oktober, am frühen Nachmittag. Genaue Angaben zu Programm, Veranstaltungsort, Anreise, Unterkünften etc. werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Einreichung von Abstracts
Willkommen sind Vorschläge für 15 bis 20- minütige Vorträge und Diskussionsbeiträge sowie für Panels und innovative Diskussionsformen zu der im Call umrissenen Thematik. Wir bitten Sie, Ihren Vorschlag per E-Mail bis zum 30. April 2017 in Form eines Extended Abstracts (ca. 4.000 bis 6.000 Zeichen) einzureichen und einem der drei Themengebiete zuzuordnen. Besonders freuen wir uns über Vorschläge von Nachwuchswissenschafter*innen. Weiter besteht für Nachwuchswissenschaftler*innen die Möglichkeit, Qualifikationsarbeiten (Masterarbeiten oder Dissertationen) als work-in-progress für einen Workshop des wissenschaftlichen Nachwuchses einzureichen. Ein entsprechender Call wird gesondert verschickt. Bitte senden Sie Ihr Abstract an Ricarda Drüeke (ricarda.drueeke(at)sbg.ac.at). Die Vorschläge werden in einem anonymisierten Review-Verfahren begutachtet. Deshalb sind die Abstracts mit einem Deckblatt zu versehen, auf welchem der Beitragstitel sowie Name und Adresse des/der Einreichenden vermerkt sind. Bis Anfang Juni 2017 werden wir über die Annahme der Beiträge informieren.

Für das Organisationsteam in Frankfurt/Main Dr. Marianne Schmidbaur Für die Fachgruppe Dr. Ricarda Drüeke Dr. Elke Grittmann

Download: Der Call als pdf-Datei

Call for Papers: Acting on media: pioneer communities, social movements and civil society organizations, 13 and 14 October 2016, University of Bremen, Germany, organizers: Andreas Hepp, Sigrid Kannengießer and Sebastian Kubitschko

In one way or the other the current transformation of society is related to media, which are understood to mean organizations, content and technologies. As a consequence, media themselves are gaining increasing relevance in political debates and for political activity per se. Actors like hacker collectives, alternative media or open source movements do not only use media to organize, collaborate and to mobilize, but explicitly center their activities on media-related questions. Pioneer communities like the Quantified Self or Makers movement have emerged as new kinds of collectivities at the crossroads between social movements and think tanks, in their support of new forms of media practice. At the same time, new initiatives critically deal with media and point to problems caused by current media appropriation. One prominent case is Repair Cafés where people maintain their devices to avoid buying new ones, pointing to the socio-ecological damage the production and disposal of media technologies cause. The number of examples that could be added to this list is constantly growing.

What the actors mentioned have in common is that they tinker around with media, tease them apart, explore and modify them. They thematize how media are dominantly used in society and they often influence the way media are constructed and perceived in public discourse. Overall, by putting media at the center of their involvement, they are acting on media. Along with this development, apparently clear distinctions between ‘alternative’ and ‘established’ groups, between ‘insider’ and ‘outsider’ tactics, between ‘traditional’ and ‘new’ forms of media-related engagement become blurred. The core idea of this workshop is to bring together empirical analysis and critical reflections on different forms of acting on media.

With this focus in mind, we would like to discuss the following questions:

  • Who are the actors (individual, collective, movement-based, etc.) that thematize, problematize and/or politicize contemporary media?
  • How do actors act on media? What are their concrete aims and practices? What is their role in our social world?
  • Which contradictions can we perceive regarding these actors and media appropriation – either in the initiatives themselves or between them?
  • Which relevance and influence have and which constraints do these initiatives face in highly media-saturated societies?
  • What kind of influence and effects result from these activities/actions?

We explicitly encourage contributions from actors analyzing in different research areas and disciplines – ranging from communities, organizations, think tanks, movements, and the like – that put media in the center of their activities. Besides presentations of empirical studies, we also ask for theoretical contributions and methodological reflections on how to analyze the research object outlined above.

Doctoral students
We ask PhD students to indicate on their abstracts whether the submission is part of a doctoral project. This status will be taken into account in the review process. During the conference, accepted PhD students will present during the regular conference program. In addition, carefully selected respondents will comment on the doctoral projects and discuss the research with PhD students in a special panel.

Submission
Please send your submission of no more than 500 words (cover with contact details and a separate abstract, prepared for anonymous review) by 30 April 2016 to sigrid.kannengiesser(at)uni-bremen.de. Acceptance and rejection letters will be sent out in early June 2016.

Download Call
CfP as pdf file

Call for Papers: Mediatisierung von Protesthandeln. Digitale Praktiken und die Transformation der Ordnung der Repräsentation, Sektionsveranstaltung der Sektion Medien- und Kommunikationssoziologie auf dem DGS-Kongress in Trier, im Oktober 2014

Im wissenschaftlichen Diskurs werden zeitgenössische Protestpraktiken mehr und mehr hinsichtlich des Einsatzes von digitalen Medien zur Mobilisierung, Selbstverständigung, Inszenierung und Aufbereitung von Protest thematisiert. Zunehmend spielen dabei zwei Dimensionen eine Rolle: Die Transmedialität und Transnationalität des Medienhandelns. Protestakteur_innen beschränken sich längst nicht mehr auf einzelne Medienformate, um ihrem Anliegen Aufmerksamkeit zu verschaffen, sondern nutzen eine Vielzahl von Medien für ihre Protestartikulation(en), sei es durch professionelle Internetauftritte, Koordination und Mobilisierung via Twitter und Facebook oder Internetdemonstrationen und -blockaden. Sowohl die Praktiken des Protests als auch die damit verbundenen medialen Diskurse gehen über die Grenzziehungen entlang von Ländern und Kulturen hinaus. Zu denken ist hier an transnational und auch transkulturell agierende Protestakteur_innen wie z.B. die Meeresschutzorganisation Sea Shepherd, die Frauenbewegung Femen, Greenpeace, Occupy, aber auch verschiedenste rechtsextreme Gruppierungen. Wissenschaftliche Analysen nehmen dabei einerseits Veränderungen in den Praktiken der Mobilisierung von Protest, den Formen der Selbstpräsentation und Aufbereitung von Protestanliegen seitens Aktivist_innen, andererseits die damit im Wechselverhältnis stehenden medialen Diskurse in den Blick. Die Sektionsveranstaltung adressiert insbesondere Fragen nach den unterschiedlichen Formen von Protestartikulationen im Hinblick auf deren Repräsentation und Kommunikation, deren Dynamiken und Konjunkturen. Denn Medien(handeln) bilden Protestartikulationen nicht nur ab, sondern sie stellen vor allem – wie Stuart Hall mit seinem Begriff der Repräsentation betont – Bedeutung her und schaffen eine Ordnung der Repräsentation.

Die zentralen Fragestellungen, die in der Sektionsveranstaltung diskutiert werden sollen, lauten: Wie verändern sich aufgrund von Mediatisierungsprozessen die Praktiken von Aktivist_innen als auch die Berichterstattung über sie? Welche Strategien werden entwickelt, um einerseits in und über Medien präsent und aktiv zu sein, andererseits Protest auch vor Ort bzw. „face-to-face“ zu artikulieren? Wie kann Protest intervenieren, die Ordnung der Repräsentation stören und gesellschaftliche Transformationen in Gang setzen? Auch Fragen nach dem Verhältnis von Online- und Offline-Protestpraktiken, nach Akzeptanz und Handlungsfähigkeit, Verwobenheit von Sichtbarkeit und Sagbarkeit, Professionalisierungstendenzen von Protest als auch deren Kommodifizierung sollen thematisiert werden.

Abstracts (Umfang: 1 Seite) zu möglichen Beiträgen werden bis zum 30.4.2014 erbeten an: Prof. Dr. Tanja Thomas (tthomas(at)uni-bremen.de), Andrea Pabst, M.A. (pabst(at)unibremen.de) und Prof. Dr. Rainer Winter (rainer.winter(at)aau.at).

Der Call als pdf-Datei

Call for Papers: Workshop ‚Protest Culture – Cultural Protest‘,  November 15-16, 2013, Collegium Polonicum, Słubice, organizers: Katharina Blumberg-Stankiewicz, Sarah Dornhof, Jennifer Ramme

Recent protest movements in different parts of the world are characterized by aesthetic intervention and artistic creativity while it becomes more and more difficult to explain these protests in political terms or by using the standard concepts which the theory of social movements has to offer. The workshop focuses on such recent phenomena as (post)migrant and (post)feminist art forms and activism. We seek to analyze different forms of protest as manifestations of cultural spaces and practices which are less grounded on social identities and political claims, and more so on explorative or challenging visions of national culture, gender and secularity. Such critical interventions tend to highlight agency in diverse ways of life rather than the fact of being marginalized or stigmatized.

We invite participants to explore the analytical frameworks by which these new kinds of culture-based protest can be described. We propose to focus on the notions of the postmigrant, the queer and (post)feminist as well as the post- or asecular for describing new phenomena of cultural protest that cuts across the binaries associated with the migrant, the feminist and the secular.

Cultural practices and artistic interventions of the postmigrant, (post)feminist and post- or asecular may be understood as remaining bound to binary orders of migration, gender and secularity, and at the same time interrupting or changing the conditions and effects of such orders of difference. In Berlin, for example, the actors of the ‘Postmigrant Theatre’, or the protagonists of the ‘Club of Polish Losers’, are provocatively, or ironically, challenging ascriptions migrants have traditionally been confronted with by retelling their life-stories and, thus, displaying the normalcy of experiences such as being displaced and of multiple belonging. With the notion of the (post)feminist we suggest to think about phenomena such as slutwalk, Pussy Riot or Femen which create new publics of transnational collectivity and solidarity that depend mainly on the global circulation of images and knowledge. The notions of the post-secular or asecular could be used to reflect on forms of protest by religious groups under secular conditions or, more generally, on forms of protest that challenge the religious/secular dichotomy.

We invite participants to reflect on forms of critical and subversive engagement with national culture, gender and secularity in the field of artistic practice and visual culture. Papers should take empirical phenomena as a point of departure for their reflections on the post-migrant, (post)feminist or post- or asecular. Central questions may concern

  • the aesthetics of cultural protest and the notion of political art that is being affirmed or put into question by these protests
  • the media of cultural protest and the impact of global or transnational media and new media formats for protest and political art
  • the ethics of cultural protest and the kind of political visions, social norms and moral values linked to recent forms of protest

The workshop will take place in November 15-16, 2013, at the Collegium Polonicum in Słubice; it is organized jointly with the Department of Comparative Social and Cultural Anthropology at the European University Viadrina in Frankfurt/Oder.

Please submit an abstract of max. 500 words and a short biographical note until August 15, 2013 to protestkultur(at)europa-uni.de

Bart Cammaerts, Alice Mattoni and Patrick McCurdy (eds.): Mediation and Protest Movements. Bristol: Intellect 2013

Cammaerts et al. 2013Over the past year, international and national media have been full of stories about protest movements and tumultuous social upheaval from Tunisia to California. But scholars have not yet fully addressed the connection between these movements and the media and communication channels through which their messages spread. Correcting that imbalance, Mediation and Protest Movements explores the nature of the relationship between protest movements, media representation, and communication strategies and tactics.

By covering online and offline contexts, as well as mainstream and alternative media, Mediation and Protest Movements bridges the gap between social-movement theory and media and communication studies, making this an important text for students and scholars of the media and social change.

Table of Contents

Foreword
Peter Dahlgren

Introduction: Mediation and protest movements
Bart Cammearts, Alice Mattoni and Patrick McCurdy

Chapter 1: Bridging research on democracy, social movements and communication
Donatella della Porta

Chapter 2: Repertoires of communication in social movement processes
Alice Mattoni

Chapter 3: Mediation, practice and lay theories of news media
Patrick McCurdy

Chapter 4: Internet cultures and protest movements: the cultural links between strategy, organizing and online communication
Anastasia Kavada

Chapter 5: Transmedia Mobilization in the Popular Association of the Oaacan Peoples, Los Angeles
Sasha Costanza-Chock

Chapter 6: Mediated Nonviolence as a global force: an historical perspective
Sean Scalmer

Chapter 7: Chapter 7: Walk, talk, fax, or tweet: reconstructing media-movement interactions through group history telling
Charlotte Ryan, Karen Jeffreys, Taylor Ellowitz and Jim Ryczek

Chapter 8: Calling for confrontational action in online social media: Video activism as auto-communication
Julie Uldam and Tina Askanius

Chapter 9: Activist’s communication in a post-disaster zone: cross-media strategies for protest mobilization in L’Aquila, Italy
Cinzia Padovani

Chapter 10 Imagining Heiligendamm: Visual struggles and the G8 summit 2007
Simon Teune

Chapter 11: Social movements, contentious politics and media in the Philippines
Lisa Brooten

Conclusion: Protest movements and their media usages
Dieter Rucht

Call for papers: Protest and the Media, University of Westminster, 12 and 13 June 2013

The 5th Annual Conference of the Department of Journalism and Mass Communication at the University Westminster, held in association with the British Journalism Review, will focus on ‘Protest Movements, Free Speech and the Media’.

Confirmed speakers include:

  • W. Lance Bennett, Professor of Political Science, Ruddick C. Lawrence Professor of Communication, and Director of the Center for Communication and Civic Engagement, University of Washington
  • Nick Couldry, Professor of Media and Communications and Director of the Goldsmiths Centre for the Study of Global Media and Democracy, Goldsmiths College

The recent wave of protests sweeping both authoritarian regimes and Western liberal democracies has highlighted the close interconnections between media and protest, particularly in times of economic hardship. New forms of social media can disrupt constraints placed on traditional sources of information and public debate, whether through state intervention or monopolistic private ownership, and in theory provide platforms for a multiplicity of voices. Going beyond the hype surrounding ‘Twitter’ or ‘Facebook’ revolutions, this year’s conference will look at the role of media in representing and promoting protest and dissent. It will explore how contemporary media can shape practices of organizing, decision-making and mobilisation, change the focus of public debate, and influence the structure of protest movements and their capacity for social and political change.

Our focus is not confined solely to recent protests or to new media. Instead, we aim to situate current movements such as Occupy or the movements of the Arab Spring within broader trajectories of protest with papers examining the role of media in past mobilizations. We also seek to investigate the plurality of media used in protest, both new and old, mainstream and alternative, digital, analogue and paper-based.

We welcome a variety of approaches and topics which may include, but are not limited to, the following:

  •  Media representations of protest
  •  Media surveillance, censorship and repression of dissent
  •  Media and the global diffusion of protest
  •  The interaction between alternative/ citizen journalism and mainstream media
  •  The interface between protest movements and journalists
  •  The role of mediated communication in the organizing and decision-making practices of protest movements
  •  Protest movements and their use of the media to appeal to the state
  •  Comparisons between the role of the media in current and past protest movements
  •  The impact of the media on protest movements’ capacity for social and political change

PROGRAMME AND REGISTRATION
The conference will take place on Wednesday 12 and Thursday 13 June 2013. The fee for registration will be £195 with a concessionary rate of £99 for students, to cover all conference documentation, refreshments, lunches, wine reception and administration costs. Registration will open in March 2013.

DEADLINE FOR ABSTRACTS
The deadline for abstracts is Monday 4 February 2013. Successful applicants will be notified by Monday 18 February 2013. Abstracts should be 250 words long. They must include the presenter’s name, affiliation, email and postal address, together with the title of the paper. Please send abstracts to Helen Cohen atjournalism(at)westminster.ac.uk

Lorenz Graitl: Sterben als Spektakel. Zur kommunikativen Dimension des politisch motivierten Suizids. Wiesbaden: Springer VS 2012

Die Medien berichten regelmäßig über Selbstmordattentate im Irak, in Pakistan und Afghanistan. Eine geringere mediale Aufmerksamkeit erhalten gewaltfreie Formen des Selbstopfers wie die Selbstverbrennung und das Todesfasten. Jenseits von Spekulationen, Kulturalisierungen und Pathologisierungen nähert sich der Autor diesem keineswegs seltenen Phänomen auf empirischer Basis. Anhand einer Analyse ausgewählter Abschiedsnachrichten und Märtyrervideos wird herausgearbeitet, wer die Adressaten eines solchen Aktes sind, welche Handlungserwartungen an diese gestellt werden und unter welchen Bedingungen der eigene Tod zu einer „Medienwaffe“ werden kann.

Mehr Informationen auf der Verlagsseite und bei google books eine Vorschau

Intermediäre Akteure im Wandel. Parteien, Verbände, Interessengruppen und soziale Bewegungen vor neuen kommunikativen Herausforderungen. Gemeinsame Jahrestagung der Fachgruppe „Kommunikation und Politik“ der DGPuK, des Arbeitskreises „Politik und Kommunikation“ der DVPW sowie der Fachgruppe „Politische Kommunikation“ der SGKM

Ort: Universität Zürich
Datum: 09.02. 2012 – 11.02.2012

Gesellschaftliche und politische Wandlungsprozesse in modernen Demokratien wie volatile Mitgliedschaften, der Bedeutungsgewinn massenmedialer Kommunikation sowie Transnationalisierungsprozesse stellen die Vermittlungsleistungen intermediärer politischer Akteure zunehmend vor kommunikative Herausforderungen.

Ziel der gemeinsamen Jahrestagung „Intermediäre Akteure im Wandel. Parteien, Verbände, Interessengruppen und soziale Bewegungen vor neuen kommunikativen Herausforderungen“ des Arbeitskreises „Politik und Kommunikation“ der DVPW sowie der Fachgruppe „Kommunikation und Politik“ der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK)  ist es, den Umgang der intermediären Akteure mit den neuen kommunikativen Bedingungen zu analysieren und die Folgen des Wandels intermediärer Akteure für den demokratischen Prozess zu diskutieren.

Cfp als pdf

Workshop Medienkommunikation in Bewegung: Mobilisierung – Mobile Medien – Kommunikative Mobilität. Erfurt, 2.-3. Dezember 2011

Aus dem Call for Papers:

…auch der Bereich der zivilgesellschaftlichen und politischen Kommunikation ist zunehmend von kommunikativen wie medialen Mobilitäts- und Mobilisierungsprozessen unterworfen. Politisches Engagement und politischer Protest erscheinen auf der einen Seite flexibler, vielfältiger und gleichzeitig komplexer in seiner Struktur, auf der anderen Seite massenkompatibler als je zuvor. Hierbei werden nicht nur demokratiefördernde Bottom up-Kommunikationsprozesse augenscheinlich, sondern auch eine Zunahme und Ermöglichung von Kommunikationsaktivitäten populistischer und rechtskonservativer Provenienz. Aktuelle Beispiele wie die in den Medien plakativ als Twitter- bzw. Facebook-Revolutionen bezeichneten revolutionären Prozesse im Nahen Osten, die Studentenproteste im letzten Jahr oder die Guttenberg-Facebook-Gruppen verdeutlichen, dass Protestgruppen zunehmend ihre Botschaften und Kampagnen leichter effizienter kommunizieren, mit ihren Botschaften auch in die etablierten Print- und TV-Informationsmedien hineinwirken und damit scheinbar große Teile der Gesellschaft sehr schnell zumindest kurzfristig mobilisieren. Gerade im Zuge der Terrorbekämpfung wird in den letzten Jahren ebenso deutlich, dass staatliche Organisationen sich verstärkt bemühen, kommunikative Mobilität und Mobilisierung zu kontrollieren und zu regulieren, und hierfür ausgeklügelte Formen des Monitoring entwickeln aber auch aktiv die ‚Mobilitätsmedien’ mit Themen und inszenierten Ereignissen bespielen.

Einreichung von Extended Abstracts (max 2 Seiten, 5.500 Zeichen) bis zum 15.07.2011

Der vollständige Call for Papers als pdf

Rainer Winter (unter Mitarbeit von Sonja Kutschera-Groinig): Widerstand im Netz. Zur Herausbildung einer transnationalen Öffentlichkeit durch netzbasierte Kommunikation. Bielefeld: Transcript 2010

Während im Leitmedium Fernsehen politische Themen zunehmend als »cultural fast food« (Pierre Bourdieu) aufbereitet werden, entstehen im Internet transnationale (Gegen-)Öffentlichkeiten, die die neoliberale Ordnung in der ersten Dekade des 21. Jahrhunderts in Frage stellen und für eine Demokratisierung der Lebensverhältnisse eintreten. Das Buch untersucht, wie diese transnationalen zivilgesellschaftlichen Netzwerke entstehen und welches kommunikative Potenzial sie entfalten können. Eine wichtige Frage ist dabei, ob sich kosmopolitische Sichtweisen und Praktiken herausbilden, die am Dialog orientiert sind und ausgehend vom transnationalen Charakter gesellschaftlicher Entwicklungen nach sozialen und kulturellen Veränderungen streben. Am Beispiel unterschiedlicher virtueller Netzwerke zu Themen wie Menschenrechte oder ökologische Fragen werden Formen des globalen Aktivismus analysiert und ihre Bedeutung für eine Revitalisierung der Demokratie diskutiert.

Mehr Informationen auf der Verlagsseite

Titelbild: Performance von Pussy Riot auf dem Roten Platz (Foto: Pussy Riot Blog)

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