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Call for Contributions: feministische studien (Heft 1/2017): Gesellschaftskritik in Frauenbewegungen und (queer)feministischen Öffentlichkeiten, Gastherausgeberinnen: Elisabeth Klaus, Tanja Thomas und Susanne Kinnebrock

Feministische Interventionen in gesellschaftliche Transformationsprozesse, ein von feministischer Gesellschaftskritik geschärfter Blick auf „soziale, kulturelle, politische Verhältnisse und Entwicklungen und die Analyse gesellschaftlicher Ungleichheit, aber auch die Kritik an Kapitalismus, Neoliberalismus sowie Patriarchalismus und Heteronormatitvität sind unverzichtbar im Kampf um mehr Emanzipation und Geschlechtergerechtigkeit“ (Wischermann 2013: 188).

In der Vergangenheit und bis heute setzen sich Frauenclubs, Frauenvereine, Frauenbewegungen, lesbisch-feministische Bewegungen und queere Bündnisse weltweit für Emanzipation und Geschlechtergerechtigkeit ein: Lokal, überregional und transnational kämpfen sie gegen mangelnde Achtung und unzureichende Förderung  sowie für den Schutz  der Rechte von Menschen aller Geschlechter. Sie protestieren gegen Ungleichheit zwischen Männern* und Frauen* und für die Teilhabe an der Macht und an Entscheidungsprozessen auf allen Ebenen etwa der Politik, Wirtschaft, Gesundheit, Bildung, Umwelt und Friedenssicherung. In diesen Kämpfen haben sich Frauenbewegungen wie (queer-)feministische Öffentlichkeiten zugleich neue symbolische wie materielle Räume angeeignet und diese ausgestaltet, Grenzen des Sichtbaren und Sagbaren verändert und eigene kulturelle Ausdrucksformen gefunden. Damit einher ging eine Kritik an rationalistischen Vorstellungen von Politik und an objektivistischen Vorstellungen von Wissen.

Die Frauenbewegungsforschung hat gezeigt, dass  Medien  in feministischen Gegenöffentlichkeiten  eine zentrale Rolle spielen. Vom Flugblatt bis zu Twitter wurden und werden Medien  für die wirkmächtige Thematisierung ihrer Forderungen  genutzt,  sie werden als Instrumente zur öffentlichen Skandalisierung und Visualisierung eingesetzt; Ungerechtigkeiten und Exklusionen werden somit sichtbar gemacht und Teilhabe an der hegemonialen Öffentlichkeit eingefordert. Mediale und kulturelle Produktionen wie  Bewegungszeitschriften,  Zines und Blogs  waren und  sind  aber auch für feministische Selbstverständigungsprozesse, die Herausbildung  einer eigenen Bewegungskultur und  feministischer Netzwerke bedeutsam. Sie befördern  feministisches Bewusstsein, wecken die Lust am gemeinsamen Lernen auch in Kontroverse und ermöglichen die ermächtigende Erfahrung der kollektiven Durchsetzung von Forderungen. Damit liefern feministische Öffentlichkeiten zugleich Anstöße für die Erweiterung der  eigenen  Handlungsmöglichkeiten  ihrer Akteur*innen  –  Gesellschaftsveränderung war und ist stets mit Prozessen der Selbstveränderung verbunden. Die Formen des Zugangs und der produktive Gebrauch von Medien haben einen Anteil an der Verfestigung alter oder der Begründung neuer Machtverhältnisse und Hierarchien  auch  innerhalb feministischer Bewegungen, die  von  vielfältigen Kontroversen und Debatten begleitet waren und sind.

Feministische Öffentlichkeiten haben stets das Spektrum an medialen Kommunikationsmöglichkeiten für die Vernetzung über lokale Räume und nationalstaatliche Grenzsetzungen hinweg ausgenutzt und verbreiten heute etwa die Ergebnisse der Weltfrauenkonferenz 2016 in Nepal via YouTube und anderen Social Media Anwendungen.  Zweifellos haben sich  Kommunikationsforen und  -formen von  Frauenbewegungen und(queer-)feministischen Bewegungen vervielfältigt, doch bleibt die Frage, inwiefern damit auch eine Stärkung ihrer Positionen einhergeht.

Stets wurden und werden feministische Bewegungen in hegemonialen Öffentlichkeiten und Medien reflektiert und repräsentiert, oft auf eine Weise, die ihre Handlungsmöglichkeiten einschränken und Sanktionen gegen ihre Akteur*innen legitimieren.  In den Medien werden Widerstände artikuliert und Akteur*innen bedroht und diffamiert. Antifeministische Netzwerke, die sich derzeit im Internet besonders vehement artikulieren, sind dabei kein ganz neues Phänomen, sondern ebenso historisch wirkmächtig gewesen, und wurden und werden auch von Frauen* mitgetragen. Dazu kommt, dass auch unabhängig von organisierten antifeministischen Bündnissen in hegemonialen Öffentlichkeiten Grenzen errichtet werden, zwischen „guten“ und „schlechten“ feministischen Positionierungen, zwischen Akteur*innen, die in den traditionellen Medien zu Wort kommen und solchen, die keine Stimme haben. Forderungen feministischer Bewegungen konnten so von ihrem gesellschaftskritischen Impetus abgespalten und für Modernisierungen im neoliberalen Kapitalismus genutzt werden. Das gilt etwa für die in den 1970er Jahren geforderte Neugestaltung von Produktions- und Reproduktionsbereich, die zwar den Eintritt von Frauen in das Arbeitsleben  forciert, aber die gesellschaftliche Geringschätzung von häuslicher Pflegeleistung und Reproduktionsarbeit nicht verändert hat. Das gilt auch für die öffentliche Thematisierung von sexueller Gewalt, die heute für rassistische Positionen missbraucht wird. Das wirft die Frage nach den Strategien und Möglichkeiten auf, sich gegen Enteignungen, Spaltungen und Antifeminismus zur Wehr zu setzen. Damit verbunden stellt sich die Frage, wie einer Re-Artikulation feministischer Bewegungen und dem Verlust eines kollektiven Gedächtnisses über feministische Gesellschaftskritik begegnet werden kann.

Mit diesem Call wollen wir Autor*innen einladen, die Frauenbewegungen bzw. (queer-)feministische Bewegungen untersuchen und Fragen stellen nach

  • der Bedeutung von Medien für die Strategien, Artikulations- und Interventionsmöglichkeiten in verschiedenen historischen Phasen,
  • dem Stellenwert von kulturellen und medialen Produktionen, von Performativität und Affektivität für Bewegungskulturen und Bewegungsöffentlichkeiten sowie deren Akteur*innen,
  • den Veränderungen für die Formierung und Entfaltung  von feministischen Bewegungen, die mit digitalen Medien einhergehen,
  • der historischen und aktuellen Bedeutung des Mediengebrauchs und den diesen  innewohnenden Ambivalenzen,
  • nach konkreten Praktiken des Mediengebrauchs auf den unterschiedlichen Ebenen feministischer Öffentlichkeit,
  • dem translokalen (transnationalen) Vernetzungspotential mittels Medien, das womöglich zugleich Machtverhältnisse zu irritieren wie zu stabilisieren vermag,
  • den Potentialen von Medien, aber auch ihren Grenzen  für individuelle und kollektive Erfahrungen und für die Entwicklung eines feministischen Bewusstseins,
  • den Möglichkeiten der Verhandlung von Erinnerungen und der Konstituierung feministischer Bewegungsgedächtnisse,
  • der medialen Repräsentationen und dessen Relevanz für Handlungsfähigkeit,
  • dem Charakter, den Formen und Ursachen antifeministischer Bewegungen, ihrer Bedeutung für die Einschränkung feministischer Öffentlichkeiten und den Möglichkeiten, diesen wirkmächtig zu begegnen.

Die Zeitschrift feministische studien – Zeitschrift für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung Nr. 1/2016 wird 6 bis 8 Beiträge zu diesem Schwerpunkt enthalten, und zwar Aufsätze (bis 40.000 Zeichen) und Diskussionsbeiträge (bis 25.000 Zeichen), die nach einem peer-review-Verfahren ausgewählt werden. Erwünscht sind auch Tagungsberichte sowie Rezensionen oder Sammelrezensionen zu Veröffentlichungen, die sich vorzugsweise, aber nicht ausschließlich, mit dem Schwerpunkt dieses Heftes beschäftigen.

Wir laden Sie herzlich ein, bis zum 03.07.2016 ein Abstract von bis zu 2.500 Zeichen bei den Herausgeberinnen des Schwerpunktheftes, Prof. Dr.  Elisabeth Klaus  (Universität Salzburg),  Prof. Dr. Tanja Thomas (Universität Tübingen) und Prof. Dr. Susanne Kinnebrock (Universität Augsburg) einzureichen. Einreichung: manuskripte@feministische-studien.de

Download: Der Call als pdf-Datei

Call for Papers: Weltkrieg und Widerstand – Arbeit und Soziale Bewegungen im „Großen Krieg“ 1914-1918. Schwerpunktheft des „JahrBuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung“

Der Erste Weltkrieg als „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ hat in der Geschichtswissenschaft zu Recht viel Aufmerksamkeit erfahren. Denn seine Auswirkungen in Politik, Kultur und Gesellschaft bis in unsere heutige Zeit sind unbestritten und überaus vielschichtig. Trotz der intensiven Forschungen zu diesem Konflikt sind wichtige Aspekte in der neueren Forschung in den Hintergrund geraten. Dazu zählt insbesondere die Rolle der sozialen Bewegungen vor, während und nach den bewaffneten Auseinandersetzungen – also das Engagement der Arbeiterbewegung, der Frauenbewegung und anderer emanzipatorischer Kräfte gegen den Krieg und seine verheerenden Auswirkungen in allen beteiligten Ländern und Weltregionen.

Diesem weiten Feld an organisierten und spontanen Aktivitäten, von Streiks und Demonstrationen über parlamentarische Obstruktion und publizistischen Widerstand bis hin zu alltäglicher Resistenz, wollen wir vom JahrBuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung ein Schwerpunktheft widmen, das im Mai 2014 erscheinen wird. Neben Aktionen in und durch traditionelle Organisationen wie Parteien und Gewerkschaften interessieren uns auch widerständige, emanzipatorische Praxen die sich außerhalb von diesen oder im Widerspruch zu ihnen entwickelten. Denn die Haltung zum Krieg war in allen Ländern Gegenstand heftiger Kontroversen, bis hin zu offenen Spaltungen und Brüchen. Alle sozialen Bewegungen transformierten sich in diesen Jahren tiefgreifend. Darüber hinaus sind Beiträge zu affirmativem Handeln sozialer Bewegungen und Mechanismen ihrer Integration in die Kriegsgesellschaften erwünscht, ebenso Beiträge zu Arbeitsregimes und Veränderungen der Arbeitswelt, etwa durch zunehmende Frauenarbeit, Zwangsarbeit und kriegswirtschaftliche Regulierung der Produktion. Methodisch soll das Schwerpunktheft verschiedene Teildisziplinen wie Politik- und Sozialgeschichte, Gender Studies, Lokal- und Globalgeschichte sowie Alltagsgeschichte in einen Austausch setzen.

Wir bitten um die Einsendung von Exposés (maximal 2.000 Zeichen) bis 30. September 2013; die Aufsätze selbst (max. 40.000 Zeichen) müssen bis 31. Dezember 2013 vorliegen. Ergänzend zu den Aufsätzen werden wir auch thematisch passende Rezensionen ab Erscheinungsdatum 2012 publizieren. Auch hier sind Beiträge willkommen. Texte können in Deutsch und Englisch eingereicht werden, die Publikation erfolgt in deutscher Sprache. Ausführlichere Hinweise zur Textformatierung schicken wir Interessierten auf Anfrage gerne zu.

Das JahrBuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung ist eine deutschsprachige historische Fachzeitschrift mit Sitz in Berlin und erscheint seit 2002 dreimal jährlich.

Kontakt über Axel Weipert, Redakteur: axelweipert(at)hotmail.com

Der Call als pdf-Datei

Call for Papers: Workshop ‚Protest Culture – Cultural Protest‘,  November 15-16, 2013, Collegium Polonicum, Słubice, organizers: Katharina Blumberg-Stankiewicz, Sarah Dornhof, Jennifer Ramme

Recent protest movements in different parts of the world are characterized by aesthetic intervention and artistic creativity while it becomes more and more difficult to explain these protests in political terms or by using the standard concepts which the theory of social movements has to offer. The workshop focuses on such recent phenomena as (post)migrant and (post)feminist art forms and activism. We seek to analyze different forms of protest as manifestations of cultural spaces and practices which are less grounded on social identities and political claims, and more so on explorative or challenging visions of national culture, gender and secularity. Such critical interventions tend to highlight agency in diverse ways of life rather than the fact of being marginalized or stigmatized.

We invite participants to explore the analytical frameworks by which these new kinds of culture-based protest can be described. We propose to focus on the notions of the postmigrant, the queer and (post)feminist as well as the post- or asecular for describing new phenomena of cultural protest that cuts across the binaries associated with the migrant, the feminist and the secular.

Cultural practices and artistic interventions of the postmigrant, (post)feminist and post- or asecular may be understood as remaining bound to binary orders of migration, gender and secularity, and at the same time interrupting or changing the conditions and effects of such orders of difference. In Berlin, for example, the actors of the ‘Postmigrant Theatre’, or the protagonists of the ‘Club of Polish Losers’, are provocatively, or ironically, challenging ascriptions migrants have traditionally been confronted with by retelling their life-stories and, thus, displaying the normalcy of experiences such as being displaced and of multiple belonging. With the notion of the (post)feminist we suggest to think about phenomena such as slutwalk, Pussy Riot or Femen which create new publics of transnational collectivity and solidarity that depend mainly on the global circulation of images and knowledge. The notions of the post-secular or asecular could be used to reflect on forms of protest by religious groups under secular conditions or, more generally, on forms of protest that challenge the religious/secular dichotomy.

We invite participants to reflect on forms of critical and subversive engagement with national culture, gender and secularity in the field of artistic practice and visual culture. Papers should take empirical phenomena as a point of departure for their reflections on the post-migrant, (post)feminist or post- or asecular. Central questions may concern

  • the aesthetics of cultural protest and the notion of political art that is being affirmed or put into question by these protests
  • the media of cultural protest and the impact of global or transnational media and new media formats for protest and political art
  • the ethics of cultural protest and the kind of political visions, social norms and moral values linked to recent forms of protest

The workshop will take place in November 15-16, 2013, at the Collegium Polonicum in Słubice; it is organized jointly with the Department of Comparative Social and Cultural Anthropology at the European University Viadrina in Frankfurt/Oder.

Please submit an abstract of max. 500 words and a short biographical note until August 15, 2013 to protestkultur(at)europa-uni.de

Morvarid Dehnari: Das politisierte Geschlecht. Biographische Wege zum Studentinnenprotest von ‚1968‘ und zur neuen Frauenbewegung. Bielefeld: Transcript 2013.

Dehnari 2013Die Neue Frauenbewegung: Wie wurde das Geschlecht zum Politikum? Trotz der Vielzahl an Publikationen zur Studentenbewegung von ›1968‹ und zur Neuen Frauenbewegung ist bisher unklar, welche biographischen Erfahrungen Studentinnen zu einem Protest bewegte, bei dem sie Geschlecht zu einem politischen Thema machten.
Mittels der Auswertung biographisch-narrativer Interviews sowie einer Kontextanalyse fragt Morvarid Dehnavi nach der politischen Sozialisation von Studentinnen, die Mitglied des Frankfurter Weiberrats und/oder des Frankfurter Frauenzentrums wurden. Am Beispiel der Universität Frankfurt untersucht sie zudem die Bedeutung der Universität als Ort der Politisierung.

Mehr Informationen auf der Verlagsseite

Call for Papers: Die Waffen nieder? Frauen und Frieden: Zuschreibungen – Kämpfe – Verhinderungen, Bad Urach, 4.-6. April 2014

Der Verein Frauen & Geschichte Baden-Württemberg plant in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg vom 4.-6. April 2014 eine Tagung zum Thema „Die Waffen nieder? Frauen und Frieden: Zuschreibungen – Kämpfe – Verhinderungen“ (Zeitraum: spätes 19. bis 21. Jahrhundert).

Vortrags- und Präsentationsangebote für die folgenden thematischen Schwerpunkte werden erbeten:

  • Theorie des Pazifismus in Genderperspektive, (Denkansätze, Überlegungen, Strategien)
  • Historische Praktiken weiblichen Engagements für Frieden (Biographien, Organisationen, Kongresse, Aktionen etc.)
  • Wahrnehmung / Repräsentation von Friedensaktionen und AktivistInnen in Genderperspektive (Nobelpreis und andere Friedenspreise, Literatur; Theater; Film; Kunst; Ausstellungen; Sammlungen).

Ein Baden-Württemberg-Bezug ist willkommen, aber nicht zwingend. Vorschläge für Vorträge und Performances (max. 3000 Zeichen) sowie ein kurzes CV werden bis zum 15.6.2013 erbeten an: Sylvia Schraut (Frauen&Geschichte Baden-Württemberg), E-Mail: Sylvia.schraut(at)unibw.de.

Der CfP bei HSozKult

Gabriele Dietze: Weiße Frauen in Bewegung. Genealogien und Konkurrenzen von Race- und Genderpolitiken. Bielefeld: Transcript 2013.

Dietze 2013Die Studie konfrontiert zwei zentrale Emanzipationsanstrengungen der Moderne miteinander: unmarkierte ›weiße‹ US-amerikanische Frauenbewegungen und den Kampf um Bürgerrechte von people of color. Es geht dabei um implizite Sozio- und Psycho-Logiken, die Feminität mit whiteness gleichsetzen und race-Emanzipation mit Maskulinität. Die Studie untersucht kontraproduktive Race-Gender-Konkurrenzen, z.B. einen ›Rape-Lynching-Komplex‹, der schwarze Männer und weiße Frauen in ein Gewaltverhältnis imaginiert, Sexualpolitik im Second Wave Feminism und den Prozess um O.J. Simpson. Erkenntnisinteresse ist die Verfugung von Sexismus und Rassismus und seine soziokulturellen Repräsentationsformen.

Mehr Informationen auf der Verlagsseite

Feministische Kritik und Widerstand – im Spiegel von Schlössern und Machtverhältnissen, Tagungshaus Schloss Rauischholzhausen, 12.-14. Januar 2012, von Inga Nüthen

Die Tagung „Feministische Kritik und Widerstand“ des AK „Politik und Geschlecht“ der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW) stand im Zeichen eines Dialogs zwischen Theorie und Praxis innerhalb feministischer (Politik-)Wissenschaft. Vom 12. bis 14. Januar 2012 wurde sich der von den Konferenzorganisatorinnen ausgemachten Herausforderung feministischer Theorie gewidmet, aktuelle Phänomene zu reflektieren und eine Rückbindung an politische Praxen zu leisten.

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Volume three, issue two (November 2011): Feminism, women’s movements and women in movement, issue editors: Sara Motta, Cristina Flesher Fominaya, Catherine Eschle, Laurence Cox

Volume three, issue two of Interface, a peer-reviewed e-journal produced and refereed by social movement practitioners and engaged movement researchers, is now out, on the special theme „Feminism, women’s movements and women in movement„. Interface is open-access (free), global and multilingual. Our overall aim is to „learn from each other’s struggles“: to develop a dialogue between practitioners and researchers, but also between different social movements, intellectual traditions and national or regional contexts.

This issue of Interface includes xx pages and 27 pieces in English and Spanish, by authors writing from / about Australia, Canada, Denmark, Guatemala, India, Ireland, Mexico, Nicaragua, the Netherlands, Poland, South Africa, Spain, the UK and the US.

Articles include:

  • Sara Motta, Cristina Flesher Fominaya, Catherine Eschle and Laurence Cox, Feminism, women’s movements and women in movement

Theme-related articles:

  • Janet Conway, Feminist knowledges on the anti-globalization terrain: transnational feminisms at the World Social Forum
  • Lyndi Hewitt, Framing across differences, building solidarities: lessons from women’s rights activism in transnational spaces
  • Eurig Scandrett, Suroopa Mukherjee and the Bhopal Research Team, „We are flames not flowers“: a gendered reading of the social movement for justice in Bhopal
  • Akwugo Emejulu, Can „the people“ be feminists? Analysing the fate of feminist justice claims in populist grassroots movements in the United States
  • Finn Mackay, A movement of their own: voices of young feminist activists in the London Feminist Network
  • Melody L Hoffmann, Bike Babes in Boyland: women cyclists‘ pedagogical strategies in urban bicycle culture
  • Nina Nissen, Challenging perspectives: women, complementary and alternative medicine, and social change

Special section: feminist strategies for change:

  • Sisters of Resistance, Why we need a feminist movement now
  • Nina Nijsten, Some things we need for a feminist revolution
  • Rosario González Arias, Viejas tensiones, nuevos desafíos y futuros territorios feministas
  • Tiny aka Lisa Gray-Garcia, Independence vs interdependence
  • Roberta Villalón, Feminist activist research and strategies from within the battered immigrants‘ movement
  • Elena Jeffreys, Audry Autonomy, Jane Green, Christian Vega (Scarlet Alliance Australian Sex Workers Association), Listen to sex workers: support decriminalisation and anti-discrimination protections
  • Jean Bridgeman, Wise women in community: building on everyday radical feminism for social change
  • Jennifer Verson, Performing unseen identities: a feminist strategy for radical communication
  • Jed Picksley, Jamie Heckert and Sara Motta, Feminist love, feminist rage; or, Learning to listen
  • Anarchist Feminists Nottingham, Statement on intimate partner violence within activist communities

Other articles:

  • Kenneth Good, The capacities of the people versus a predominant, militarist, ethno-nationalist elite: democratisation in South Africa c. 1973 – 97
  • Michael Neocosmos, Transition, human rights and violence: rethinking a liberal political relationship in the African neo-colony
  • Roy Krøvel, Alternative journalism and the relationship between guerrillas and indigenous peoples in Latin America
  • Tomás Mac Sheoin, Greenpeace: a (partly) annotated bibliography of English-language publications
  • Anna Feigenbaum with Kheya Bag, Ken Barlow, Jakob Horstmann, David Shulman and Kika Sroka-Miller, „Everything we do is niche“: a roundtable on contemporary progressive publishing

This issue’s reviews include the following titles:

  • Jennifer Earl and Katrina Kimport, Digitally enabled social change: activism in the Internet age
  • SV Ojas, Madhuresh Kumar, MJ Vijayan and Joe Athialy, Plural narratives from Narmada Valley
  • Eurig Scandrett et al, Bhopal survivors speak: emergent voices from a people’s movement
  • Hilary Wainwright, Reclaim the state: experiments in popular democracy

A call for papers for volume 4 issue 2 of Interface is now open, on the theme of „The global emancipation of labour: new movements and struggles around work, workers and precarity“ (submissions deadline May 1 2012). We can review and publish articles in Afrikaans, Arabic, Catalan, Croatian, Danish, Dutch, English, French, German, Hungarian, Italian, Maltese, Norwegian, Portuguese, Romanian, Russian, Serbian, Spanish, Swedish, Turkish and Zulu. The website has the full CFP and details on how to submit articles for this issue at

The next issue of Interface (May 2012) will be on „The season of revolutions: the Arab Spring“, with a special section on the new wave of European mobilizations.

Interface is always open to new collaborators. More details can be found on our website: http://interfacejournal.net

Call for papers, issue 3/2 of Interface: a journal for and about social movements (deadline for submissions May 2011) „Feminism, women’s movements and women in movement“

Issue editors: Catherine Eschle, Cristina Flesher Fominaya, Sara Motta, Laurence Cox

Feminist theory is a direct product of women’s movements, which in turn have been among the most powerful movements of recent decades and have had dramatic effects across societies. Despite this, much contemporary feminist theory avoids questions of collective agency, and is often disconnected from movement activism. Conversely most scholarship on social movements ignores feminist analysis or at best includes it as an add-on question about gendered participation. Arguably, such scholarship is reliant on restrictive conceptual frames that result in the invisibilisation, de-legitimisation and silencing of contemporary forms of feminism, women’s movement and women in movement. Both frameworks are therefore weak on understanding and conceptualising the nature of contemporary feminism-as-movement, engaging with women’s agency in the construction of new forms of popular politics and opening up productive questions about political strategy.

This is particularly strange since women’s movements, and movements dominated by women (particularly those described as popular movements, movements of the poor or community movements), play a distinctive and characteristic role in local, national and global politics. They often expand the praxis of popular politics and social change in ways that politicise the subjective and the everyday, and include the spiritual, cultural and affective in their practices of resistance. Furthermore, feminist historical accounts in recent decades have highlighted the importance of women’s mobilisation, theories, pedagogies and approaches in everything from anti-imperialist movements, struggles around social reproduction and trade union organising to religious activism and top-down mobilisation in support of conservative regimes.

For this issue, we invite contributions on how feminist theory can help us understand the ways in which participation and collective action are gendered within social movements generally. We are equally interested in the ways in which women’s movements, feminist activism and movements strongly marked by women’s participation but without a feminist identification have distinct approaches to politics – or operate in similar ways to other movements – and the political and strategic implications of their activities. We are looking for contributions from feminist activists and scholars, participants in and students of women’s movements and movements marked by a feminisation of resistance, and social movement researchers with an interest in women’s agency, or how agency is gendered, in movements of all kinds.

Questions for discussion

Some of the questions we are interested in exploring in this issue of Interface are:

– Is there a distinctively feminist mode of analysing social movements and collective agency?
– Can (should) academic forms of feminism be reclaimed as theory-for-movements?
– In what ways and to what extent are social movement actors using feminist categories to develop new forms of collective action?
–  Are there specific types of „women’s movement/s“ in terms of participation, tactics and strategies?
–  Has the feminisation of poverty led to the feminisation of resistance among movements of the poor? If so/if not, what are the implications for such resistance?
–  Under what conditions does women’s participation in movements which are not explicitly feminist or focussed on specifically gendered issues lead to a change in power relations?
–  What are the implications of women’s participation for collective identity or movement practice, leadership and strategy?
–  What constitutes progressive or emancipatory movement practice in relation to gender, and good practice in alliance-building?
–  How can social movement scholarship contribute more to the feminist analysis of activism, and how can feminist scholarship help develop a fuller understanding of collective agency?
–  Are there specifically gendered themes to the current global wave of movements? Have feminist perspectives anything distinctive to offer the analysis of such movements?
–  What can enquiry into contemporary activism learn from historical feminist writing on women’s movements and women’s role in other movements?

Contributions on other questions related to the theme of this issue are also very much welcomed.

Special section: feminist strategies for change

We aim to include a special themed section within the issue on feminist strategies for change. This will be open to contributions from feminist groups, whether written collectively or by individuals.

Throughout the 1990s feminist politics became increasingly professionalised and arguably de-politicised. Yet neoliberal globalisation has witnessed a feminisation of poverty and sexualisation of public space.  The result is a paradoxical situation of defeats and de-politicisation combined with new forms of re-politicisation. This special section seeks to engage with attempts to re-articulate feminist politics in the current conjuncture, be they liberal, radical, socialist or anarchist in character or taking new forms. Arguably many of these re-articulations are simultaneously localised and transnationalised, articulating a praxis that is often mis-recognised and mis-represented by social movement scholarship.

The questions we hope will be considered in this section include:

–  What does feminist strategy mean today?
–  What are the challenges and limitations of feminist strategising in the current moment?
–  How do contemporary feminist activists and women’s movements draw on the practices and experiences of earlier movements?
–  Where do they see themselves in terms of movement achievements to date and the road still to be travelled?
–  What barriers and possibilities for feminist struggle has neoliberalism created?
–  Does the decline of neo-liberalism create openings for feminists?
–  And what movements today could be allies for a transition out of patriarchy?

We also invite feminist groups, communities and movements to frame their own questions and problematics for this section.

General submissions

Finally, as in all issues of Interface, we will  accept submissions on topics that are not related to the special theme of the issue, but that emerge from or focus on movements around the world and the immense amount of knowledge that they generate. Such general submissions should contribute to the journal’s mission as a tool to help our movements learn from each other’s struggles, by developing analyses from specific movement processes and experiences that can be translated into a form useful for other movements. In this context, we welcome contributions by movement participants and academics who are developing movement-relevant theory and research. Our goal is to include material that can be used in a range of ways by movements – in terms of its content, its language, its purpose and its form. We thus seek work in a range of different formats, such as conventional articles, review essays, facilitated discussions and interviews, action notes, teaching notes, key documents and analysis, book reviews – and beyond. Both activist and academic peers review research contributions, and other material is sympathetically edited by peers. The editorial process generally is geared towards assisting authors to find ways of expressing their understanding, so that we all can be heard across geographical, social and political distances.

Deadline and contact details

The deadline for initial submissions to this issue (Issue 6, to be published November 2011) is May 1st 2011.

For details on how to submit to Interface please consult the „Guidelines for contributors“ on our website at www.interfacejournal.net, and send manuscripts to the appropriate regional editor, whether on the special theme of „Feminism, women’s movements and women in movements“ or general articles. Editorial contact details can be found on the website for different global regions and languages.

Potential contributors for the special section on „Feminist strategies for change“ are invited to contact Sara Motta at saracatherinem AT googlemail.com.

Titelbild: Performance von Pussy Riot auf dem Roten Platz (Foto: Pussy Riot Blog)

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London: Hundreds protest Chechnya gay "concentration camps"

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