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Call for participation: Workshop „FORSCHEN ZU PEGIDA – Interdisziplinäre Perspektiven auf eine rechtspopulistische Protestbewegung“, 20.06.2016, Technische Universität Berlin

PEGIDA als rechtspopulistische Protestbewegung ist seit den ersten Demonstrationen im Herbst 2014 zu einem viel beachteten Phänomen im bundesdeutschen Diskurs geworden. Auch im akademischen Bereich haben die wöchentlichen Demonstrationen in Dresden und anderen Städten sowie die sich inzwischen europaweit vernetzende Bewegung vielfältige Forschungen angestoßen. Dabei haben wir den Eindruck, dass bis auf wenige herausgehobene Projekte oder Forschungszusammenhänge viele der entstehenden oder bereits fertiggestellten Arbeiten unsichtbar bleiben. Auch die Vernetzung und der kontinuierliche Austausch zwischen den Forschenden ist bis auf einige Ausnahmen eher lose.

Einer solchen Tendenz wollen wir mit unserem Workshop entgegentreten. Unser Ziel ist es, möglichst viele interessierte Menschen, die zu PEGIDA oder mit einem starken Bezug zu PEGIDA forschen, zusammenzubringen und so einen langfristigen, dezidiert interdisziplinären Austausch anzustoßen. Der Workshop dient dafür als ein erster Schritt, um verschiedene Blickrichtungen und Annäherungsmöglichkeiten auf das „Phänomen“ PEGIDA und die Menschen, die die Bewegung voranbringen, kennen zu lernen. Der Ansatz ist dabei möglichst breit gewählt, um vielfältigste Forschungen zu unterschiedlichen Facetten von PEGIDA beinhalten zu können. Dazu zählen bspw. die Betrachtung von PEGIDA als rechtspopulistische, neue soziale Bewegung (in Dresden, der BRD und darüber hinaus), Beobachtungen der Demonstrationen und ihrer Teilnehmenden oder die Rolle virtueller Vernetzungsstrategien. Die Einladung richtet sich explizit auch an Menschen, die sich in Haus- oder Abschlussarbeiten intensiver mit den umrissenen Themenfeldern auseinandersetzen.

Es ist geplant, dass jede*r Teilnehmende in einem kurzen, rund 10-minütigen, Input einen Einblick in die eigene(-n) Arbeit(-en) gibt. In der anschließenden Gruppendiskussion können dann einzelne Fragestellungen, Herangehensweisen, Probleme und vor allem auch gemeinsame Perspektiven intensiver diskutiert werden. Als Ausblick wünschen wir uns eine Verstetigung solcher Treffen bzw. den Aufbau einer längerfristigen gegenseitigen Vernetzung.

Wir hoffen, am 20.06.2016 viele interessierte Menschen begrüßen zu dürfen.

Lisa Magdalena Richter & Sebastian Sommer

Zusammenfassung
Workshop „FORSCHEN ZU PEGIDA – Interdisziplinäre Annäherungen an eine rechtspopulistische Protestbewegung“

Wann? – 20.06.2015 ab 11:00 (geplante Dauer: 4-5h)
Wo? –   Technische Universität Berlin | Zentrum Technik und Gesellschaft | Hardenbergstr. 16-18| 10623 Berlin | Raum 6.06

Um eine vorherige Anmeldung unter pegida-workshop@riseup.net wird bis zum 15.06.2016 gebeten, um den Ablauf besser planen zu können. Laptop und Beamer werden vor Ort sein. Der Workshop soll hauptsächlich auf Deutsch abgehalten werden. Dennoch sind auch Beiträge in englischer Sprache möglich.

Leider ist keine Erstattung von Fahrtkosten möglich. Dennoch hoffen wir auf eine Beteiligung von vielen Menschen außerhalb Berlins.

Zu den Einladenden
Lisa Magdalena Richter schreibt derzeit ihre Masterarbeit an der Humboldt-Universität zu Berlin zur Frage, inwiefern kulturelle und institutionelle legacies zum Entstehen von PEGIDA in Dresden beigetragen haben. Vorher hat sie Kulturwissenschaften (B.A.) und Europa-Studien (M.A.) mit den Schwerpunkten Transformationsstudien, Demokratisierungsprozessen und Zivilgesellschaft an der Viadrina in Frankfurt/Oder studiert.

Sebastian Sommer promoviert am Institut für Theaterwissenschaft der Freien Universität Berlin zu den „Erlebniswelten in rechtspopulistischen Massenbewegungen am Beispiel von PEGIDA“. Das Erleben in und von national-gefärbten Kollektivereignissen beschäftigte ihn bereits in seiner MA-Thesis über „Public-Viewing-Angebote (in der BRD) als Orte der kollektiven Erfahrung von    nationaler Gemeinschaft“.

Der Call als pdf zum Download

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Call for Papers: Die Umwelt– und Klimabewegung im Spannungsfeld von Protest und Partizipationsverfahren, Auftakt-Workshop des Arbeitskreises Umwelt- und Klimabewegungen, Berlin, 30.01.2016, Organisator_innen: Jana Bosse (Freie Universität Berlin), Sebastian Krätzig (Leibniz Universität Hannover), Romina Ranke (Leibniz Universität Hannover)

Gesellschaftliche Konflikte um den Schutz der Umwelt und natürlicher Lebensräume sowie die Nutzung von Flächen und natürlichen Ressourcen haben im 21. Jahrhundert keineswegs an Relevanz verloren. Das Spektrum reicht dabei vom konkreten Schutz seltener Vogelarten bis hin zum scheinbar abstrakten Schutz des Klimas. Verschiedene zivilgesellschaftliche Akteure versuchen, mit unterschiedlichen Strategien Einfluss auf politische und gesellschaftliche Aushandlungsprozesse zu nehmen und Themen neu auf die politische Agenda zu bringen. Dabei nutzen sie verschiedene Formen politischen Engagements und gesellschaftlicher Einflussnahme. Dies reicht von eher klassischen Formaten wie Streiks und Demonstrationen bis hin zu zivilem Ungehorsam oder rein digitalem Cyberaktivismus, von organisierten Partizipationsverfahren und Hintergrundgesprächen über (medial inszenierten) Protest bis hin zu Widerstandspraktiken und Direct Action.

Durch transnationale Vernetzungsprozesse finden auch Perspektiven aus dem globalen Süden sowie der „Environmentalism of the Poor“ vermehrt Eingang in öffentliche Diskurse. Zudem lässt sich eine Vernetzung verschiedener Themenfelder wie Umwelt, Klima, Wirtschaft und Ernährung beobachten. Eine Diversifizierung findet ebenso statt wie eine strategische Nutzung des Umweltframes zur Durchsetzung lokaler Interessen. Dies macht es immer schwieriger, den Kern dessen zu definieren, was eigentlich die Umwelt- und Klimabewegung ausmacht.

Somit steht auch die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Umweltbewegung vor neuen Herausforderungen: mit welchen Theorien und Methoden können wir uns dem Gegenstand nähern? Wie können wir empirische Phänomene adäquat beschreiben? Worauf verweisen die Dynamiken im Spannungsfeld zwischen Partizipation und Protest mit Blick auf gesamtgesellschaftliche Entwicklungen? Wie erfolgen innerhalb zivilgesellschaftlicher Gruppen Aushandlungsprozesse über Strategien und Handlungsformen und wie erfolgversprechend sind sie?

Um diese und weiterführende Fragen zu diskutieren, laden wir zu einem eintägigen Workshop am 30.01.2016 in Berlin ein. Der Workshop soll Raum bieten für die Vernetzung mit anderen Bewegungsforscher_innen im Themenfeld „Umwelt und Klima“ sowie für den Austausch über unsere jeweilige Forschungsarbeit. Im ersten Teil des Workshops soll die Möglichkeit bestehen, Feedback zu eigenen Texten zu erhalten. Anschließend möchten wir einen Open Space zur Diskussion gemeinsamer Fragestellungen und möglicher Zusammenarbeit durchführen. Dabei soll auch die Frage im Raum stehen, ob wir zukünftig in einem „Arbeitskreis Umwelt und Klima“ enger zusammenarbeiten möchten, welche Ziele wir hierbei verfolgen und welches Format dafür in Frage kommt.

Interessierte bitten wir, sich bis zum 01.11.2015 mit einer E-Mail bei uns zu melden. Bitte schreibt einige Stichwörter dazu, zu welchen Fragestellungen Ihr arbeitet, worüber Ihr Euch gerne inhaltlich austauschen möchtet und in welchen Bereichen Ihr Euch eine Zusammenarbeit wünscht. Einsendeschluss für die Texte oder Paper als Diskussionsgrundlage für den ersten Teil des Workshops ist der 31.12.2015. Sie werden anschließend zur Vorbereitung an alle Teilnehmenden verschickt.

Termine:
bis 01.11.2015: Anmeldung per E-Mail an sebastian.kraetzig(at)hotmail.de
bis 31.12.2015: Einreichung der Beiträge (Paper, Kapitelentwürfe oder ausführliche Abstracts)
30.01.2016: Workshop

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Call for Papers: Entgrenzte politische Teilhabe? Beiträge zu einer politischen Soziologie transnationaler Mobilisierungs- bzw. Partizipationsprozesse, Arbeitstagung des DVPW-Arbeitskreises Soziologie der internationalen Beziehungen (SiB) in Kooperation mit dem Verein für Protest- und Bewegungsforschung, 12. Juni 2015, Technische Universität Berlin

Der Workshop beschäftigt sich mit der sozialen Konstruktion und Transformation politischer Teilhabe, die sich im Zuge einer Migration von Entscheidungen in inter- bzw. transnationale Institutionen ebenfalls transnationalisiert. Ausgangspunkt ist dabei zum einen die gängige Beobachtung, dass sich globales Regieren immer mehr für nichtstaatliche Akteure (Unternehmen, Verbände, Gewerkschaften, NGOs) öffnen – nicht zuletzt (aber auch nicht nur) im Zuge des viel beachteten „participatory turns“ internationaler Organisationen und Foren. Gleichzeitig wissen wir jedoch wenig darüber, welche vorangehenden Ressourcen, Prozesse und Machtkonflikte Zugangsmöglichkeiten für bestimmte Gruppen bzw. Akteure schaffen oder beschränken. Auch reproduziert sich eine sowohl inner- als auch zwischengesellschaftliche Ungleichheit an materiellen und immateriellen Ressourcen augenscheinlich auf der Ebene transnationaler Teilhabe(chancen), was deren soziologisch fundierte Analyse zum zentralen Ausgangspunkt einer kritischen IB macht. Die Grenzen zwischen Partizipation und Mobilisierung verwischen dabei zusehends; eine soziologische Perspektive scheint schließlich auch prädestiniert, das sich wandelnde Verständnis von Teilhabe selbst zu rekonstruieren. Sowohl die Konstruktion als auch die Nutzung von Zugang wird somit zu einem Produkt komplexer – i.w.S. sozialer – Mechanismen, deren Analyse einer bereits in Ansätzen vorhandenen, aber bislang kaum integrierten „politischen Soziologie transnationaler Mobilisierungs- bzw. Partizipationsprozesse“ aufgegeben ist. Wir laden alle Interessierten herzlich dazu ein, Beitragsvorschläge einzureichen. Mögliche Themenbereiche und Fragestellungen sind:

  • Inwiefern generieren transnationale Mobilisierungsprozesse neue transnationale Beteiligungsmöglichkeiten oder unterminieren diese? Unter welchen Bedingungen gibt es tatsächlich einen Zusammenhang zwischen Partizipation und politischer Teilhabe in Form von Mitgestaltungsmöglichkeit? Welche Mechanismen übersetzen Partizipation in Macht und Einfluss?
  • Wie steht es um die interkulturelle „Reisefähigkeit“ von Partizipationsformen und Inklusionsmechanismen, d.h. inwiefern ermöglichen etwa transnationale Kampagnen eine – unter normativen Gesichtspunkten gerechte bzw. faire – politische Teilhabe über kulturelle Grenzen hinweg?
  • Inwiefern führt eine institutionalisierte Inklusion seitens internationaler Institutionen zu einer Reproduktion transnationaler Eliten bzw. politischer Ungleichheit? Oder gibt es transformative Rückkopplungsschleifen transnationaler Inklusion auf lokale oder nationale Machtverhältnisse?
  • Inwiefern ist Zugang und Einfluss begleitet von Kämpfen um Anerkennung und Akzeptanz zwischen nichtstaatlichen Akteuren? Wie verlaufen Auseinandersetzungen zwischen um Einfluss ringende NGOs, SMOs, think tanks, MNCs, Gewerkschaften ect.? Welche Rolle spielt dabei Legitimitätsgewinne durch Netzwerkbildung?
  • Welche neuen transnationalen Beteiligungsformen entstehen im Kontext transnationaler Unternehmen und ihrem supply chain governance? Inwiefern weisen solche Beteiligungsformen (z.B. Partizipation in Multistakeholderinitativen, political consumerism, oder corporate campaigning) Ähnlichkeiten zur Teilhabe in internationalen Organisationen auf?

Deadlines
Beitragsskizzen (Max. 500 Wörter) 1. April 2015
Benachrichtigung der Annahme 15. April 2015
Abgabe der Papiere 01. Juni 2015
Workshop 12. Juni 2015

Die Beitragsskizzen können per E-Mail an die beiden Organisatoren geschickt werden.

Kontakt
Matthias Ecker-Ehrhardt
Arbeitsstelle Transnationale Beziehungen, Außen- und Sicherheitspolitik
Freie Universität Berlin
ecker(at)zedat.fu-berlin.de

Sabrina Zajak
Institut für soziale Bewegungen
Ruhr-Universität Bochum
Sabrina.zajak(at)rub.de

Call for Papers: Protest_Räume? Zum Verhältnis von Protest und Raum in der geographischen Debatte. Panel auf dem Deutschen Kongress für Geographie, Berlin, 1.-6. Oktober 2015. Organisator_innen: Catarina Gomes de Matos und Daniel Mullis

Der arabische Frühling, die Occupy- und Indignadosproteste und vielfältige ‚Recht auf Stadt‘-Bewegungen haben in den letzten Jahren zu einer verstärkten sozialwissenschaftlichen Beschäftigung mit Protesten geführt (vgl. Birke/Henninger 2012). Dabei zeigt sich, nicht zuletzt angefacht durch den spatial turn, eine zaghafte Tendenz, Raum in der Analyse von sozialen Bewegungen implizit oder explizit mitzudenken. So ist etwa für Judith Butler (2011) das Einende der Protestereignisse in den letzten Jahren, dass sich Körper in einem Raum bewegen und dabei Anspruch auf einen spezifischen Raum erheben. Jenseits allgemeiner Verweise auf die Wichtigkeit räumlicher Praktiken kommen konkrete Auseinandersetzungen mit Raum(produktionen) aber oftmals zu kurz.

Im Gegensatz wird in der stadtgeographischen Debatte und den Urban Social Movements-Studies Stadt und Urbanität eine zentrale Bedeutung zugesprochen. So wird etwa darauf verwiesen, dass Städte als Orte selektiver Integration, sozialen Ausschlusses, Segregation und Verdrängung (Mullis 2014) eine spezifische Subjektivierung hervorbringen, die Protest in einer besonderen Weise befördert. Gleichzeitig seien Städte zu immobilen Symbolen der Macht geworden, an denen Proteste Antagonismen artikulieren könnten (Arampatzi/Nicholls 2012). Hier stellt sich eher die Frage nach einer Übersignifikanz des Raumbegriffs, die womöglich den Blick auf andere Merkmale verstellt.

Die Fachsitzung soll einen Ort schaffen, den Zusammenhang von Protest und Raum zu diskutieren sowie Möglichkeiten und Grenzen geographischer Forschung zwischen „zu viel“ und „zu wenig“ Beachtung von Raum auszuloten. Diskutiert werden die Rolle von Raum(produktionen) in sozialen Bewegungen sowie im wissenschaftlichen Blick darauf.

Für die Session sind vier 20 minütige Vorträge geplant, die zu Blöcken gebündelt diskutiert werden. Wir möchten insbesondere Nachwuchswissenschaftler_innen ermuntern, Vorschläge einzureichen. Diese können u.a. zur Diskussion der folgenden Fragen beitragen:

  • Wie verräumlichen soziale Bewegungen ihre teilweise abstrakten Forderungen?
  • Wie kann es gelingen, in der geographischen Forschung sowohl die Bedeutung von Raum als auch eine Nicht-Bedeutung von Raum zu erfassen?
  • Wie verhält sich die Raumdebatte aus postkolonialer und feministischer Perspektive sowie mit Blick auf gesellschaftliche Klassen?
  • Welche Rolle spielen Karten bei der (Re-)Produktion von Raumbildern in aktivistischer Praxis und Wissenschaft?

Mehr Informationen auf der Kongressseite.
Vorschläge können bis zum 11.01.2015 online eingereicht werden.Die Nummer der Fachsitzung lautet: SL-FS-40+

Literatur

Arampatzi, Athina; Nicholls, Walter J. (2012): The urban roots of anti-neoliberal social movements: the case of Athens, Greece. In: Environ. Plann. A 44(11), S. 2591–2610.

Birke, Peter; Henninger, Max (2012): Krisen Proteste. Beiträge aus Sozial.Geschichte Online. Berlin/Hamburg: Assoziation A.

Butler, Judith (2011): Bodies in Alliance and the Politics of the Street. In: transversal – EIPCP multilingual webjournal Sept. 11. Online verfügbar unter http://www.eipcp.net/transversal/1011/butler/en, zuletzt geprüft am 19.09.2013.

Candeias, Mario; Völpel, Eva (2013): Plätze sichern! Über Occupy, Indignados, Syntagma und die Lernfähigkeit des Mosaiks Eine Veröffentlichung der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Hamburg: VSA.

Kastner, Jens; Lorey, Isabell; Rauning, Gerald; Waibel Tom (Hgg.) (2012): Occupy! Die aktuellen Kämpfe um die Besetzung des Politischen. Wien/Berlin: Turia + Kant.

Mullis, Daniel (2014): Recht auf die Stadt. Von Selbstverwaltung und radikaler Demokratie. Münster: Unrast.

Uitermark, Justus (2004): Looking Forward by Looking Back: May Day Protests in London and the Strategic Significance of the Urban. In: Antipode 36(4), S. 706–727.

Zibechi, Raúl (2011): Territorien des Widerstandes. Eine politische Kartografie der urbanen Peripherien Lateinamerikas. Berlin: Assoziation A.

Call for papers: Workshop “Riots IV – Riots and Anarchy”

Date: Friday, November 28, 2014, 10:00 – 18:00
Venue: Zentrum Technik und Gesellschaft, TU Berlin, Hardenbergstrasse 16-18, Room 6.06
Organizers: Ingo Schröder & Fatma Umul

The fourth riots workshop wants to take a closer look at the kinds of social relationships and collective identifications that emerge from riots and other protest events, both as singular moments and as elements in a larger process of non-hierarchical organizing. The recent rise of global protest movements, among other things, has been responsible for a reinvigorated interest in notions of anarchy among social scientists, in possible ways how non-hierarchical socialities can be established and sustained. Studies of riots, protest events and the “newest social movements” (R. Day) in general have described the – at least temporary – replacing of social hierarchies and institutionalized inequalities by affinity group-based decision-making and notions of reclaiming the commons, in terms of space and sociality alike. More critical voices, by contrast, have cautioned against an overly romantic view of resistance and anarchy and against the premature assumption that singular occasions of collective action are indeed kernels of a new world.

Especially within anthropology, which has a long history of dealing with nonhierarchical social contexts, there is a broad spectrum of conceptual tools for describing social processes within riots and protest events: they may be considered in classical terms as moments of collective effervescence (E. Durkheim), occasions of communitas (V. Turner) or expressions of egalitarianism (J. Woodburn, D. Riches), or, in terms of more recent theorizing, as occasions of the prefiguration of a truly democratic future beyond capitalism (D. Graeber, M. Maeckelbergh) or as starting points for the establishment of horizontal social relations (M. Sitrin).

The workshop participants are invited to reflect on the usefulness of such concepts for coming to terms with the kind of social relations that emerge from riots and, even more importantly, to flesh them out with ethnographic data from their own research experiences. The workshop is designed as a mixture of colloquium and open discussion, aiming to provide an open and interdisciplinary space for sharing ideas, discussing research findings, ongoing projects and methodological and empirical questions. The first part is dedicated to presentations, the second part to an open discussion of general theoretical and empirical issues.

We welcome contributions that address some of the following or related issues:

  • Collective identifications: who is participating in riots and protest events? In what way are existing social boundaries blurred and new forms of collective identifications created? What role do existing forms of organization (political groups) play vis-à-vis the multitude of individual actors?
  • Gender: what role do women and LGBT actors play in riots and protest events? How important is the identification in terms of gender in comparison to others (age, class, etc.)?
  • Leadership: are riots expressions of “leaderless” or “leader-full” movements? What forms of decision-making and leadership emerge? In which ways is the goal of anarchy/egalitarianism pursued and mechanisms of equal participation created and sustained? What idea of sociality underlies the actors’ motivations for pursuing the goal of
    horizontalism?
  • Time: what is the relationship between event and process – can moments of anarchic sociality be stabilized into long-term horizontal social relations? If so, how is this achieved?
  • Theory: are existing analytical concepts adequate for describing the social dynamics in riots and protest events? What are the respective advantages or weaknesses of approaches from sociology, anthropology, social psychology or feminist theory?
  • Methodology: what empirical methods offer themselves for capturing the social moment of collective action? How can the emergence of social relations in collective action be studied? What new concepts emerge from participant observation?

Presentations may be given in English or German and should not exceed 15 minutes in length. We strongly encourage new participants to submit! In order to facilitate discussion, draft papers of the presentation should be submitted until
November 20. Please send your proposals (1-2 pages) until October 31, 2014 to ingo.schroeder(at)staff.uni-marburg.de and fatmaumul(at)gmail.com.

Download Call for Papers (pdf).

Call for Contributions: Workshop “Riot!” Part II, February 28th, 2014, 10am to 6pm, Institut für Protest- und Bewegungsforschung i.G., Berlin

Following up to the fruitful and interdisciplinary discussions At the first „Riot!“ workshop in December 2013, where we discussed a broad range of research projects (MA and PhD theses), engaging with the topic of riots and rioting in different geographical and historical contexts, from squatting movements in Potsdam in the 1980s and 1990s, to urban uprisings in Manchester, Paris and Stockholm, to food riots in Burkina Faso and 18th century slave insurrections in the Caribbean, we are glad to announce that a second workshop will take place in late February.

To keep interesting discussions going in an inclusive way, we would like to direct this call especially to people who did not take part in the first workshop, and to encourage them to participate.

We are planning to divide the second workshop into two parts:

  • in the first part you will get the opportunity to present and discuss your own research project / paper / paper draft;
  • in the second part we will engage in group discussions about one or several of the following topics:

1. Riot / Revolt vs. ‘Political protest’

‘Articulate messages’ vs. ‘Communication through frustration/violence’ What are the defining criteria for riots / revolts and social movements? In which ways are they similar or different, for instance in regard to their repertoire of action and the ways they articulate themselves? Subjectivities Concerning the actors in riots or social movements – what counts as legitimate political subjectivity? Age/Youth as category of disqualification of rioters (intersecting with gender, ‘race’, class)

2. Aspects of organising and representation

Perception of riots as a preliminary stage of recognition and representation; Reproach of boycotting ‘legitimate’, institutionalised forms of participation; Are riots an expression of the ‘crisis of representation’, or ‘post-politics’? Or are these merely new terms describing old phenomena? In how far are riots an inherent, always reoccurring part within capitalist societies / representative democracies and other state forms? What is (not) new about riots? Can everything that is usually referred to by the term ‘riots’ be
put in one category?

3. Methodological approaches

Analysis of causalities vs. narratives: Which possibilities and traps do these approaches entail, which consequences follow from their application?

4. Who conducts research on what and with which aim?

Discussion about the researcher’s perspective and own involvement (for instance the risk of romanticizing riots and rioters, or reifying categories like ‘marginalisation’), as well as risks of appropriation of knowledge for ends not intended (e.g. by the police and other state organs)

5. Relation between (urban) space and riots

How do rioters make use of space, how do they transform space? Urban space as site for social conflict and social change; Notions of public space and legitimate uses of public space.

If you would like to participate, send us an email before the 30th of January. If you want to present your own work, please indicate the topic so we can include it in our programme. For all presentations, please prepare a handout or a draft paper and send it to us by the 21st of February, so we can circulate it among all participants. Presentations and handouts can be in English or German.

It would be great if you could let us know which of the topics above would interest you most for the group discussion part, so that we can select a few in line with the participants’ interests.

In case you have any questions, please do not hesitate to contact us. We are looking forward to hearing from you!
Philippe Greif (phi.greif(at)googlemail.com) Janna Frenzel (jannafrenzel(at)gmx.de)

CfC as pdf document

Konflikte in der Stadt: Proteste und soziale Bewegungen in Berlin from WZB on Vimeo.

Der erste Tag der Auftaktkonferenz des Instituts für Protest- und Bewegungsforschung endete mit einer Podiumsdiskussion zu städtischen Protesten. Modieriert von Martin Kaul (taz) diskutierten:

 

  • Katharina Brichetti (TU Berlin)
  • Luise Neumann-Cosel (Bürgerenergie Berlin)
  • Margit Mayer (FU Berlin)
  • Andrej Holm (HU Berlin)

die tageszeitung: „Berliner Senioren werden aktiv“ (Simon Teune)

Der Standard: „Aufstand der global Misstrauischen“ (Priska Daphi und Swen Hutter)

WDR2: „Deutschland ist kein ‚Dagegen-Land‘“ (Simon Teune)

Morgenpost.de: „Protestforscher erwartet ‚turbulenten 1. Mai‘ in Berlin“ (Dieter Rucht)

Jungle World: „BMW steht für die Stadt von Gestern“ (Andrej Holm)

dpa: „Stadtforscher: Drohungen könnten Protestmittel werden“ (Andrej Holm)

Berliner Zeitung: „Es gibt viele Gründe für den Protest“ (Andrej Holm)

Titelbild: Performance von Pussy Riot auf dem Roten Platz (Foto: Pussy Riot Blog)

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