Call for participation: Workshop „FORSCHEN ZU PEGIDA – Interdisziplinäre Perspektiven auf eine rechtspopulistische Protestbewegung“, 20.06.2016, Technische Universität Berlin

PEGIDA als rechtspopulistische Protestbewegung ist seit den ersten Demonstrationen im Herbst 2014 zu einem viel beachteten Phänomen im bundesdeutschen Diskurs geworden. Auch im akademischen Bereich haben die wöchentlichen Demonstrationen in Dresden und anderen Städten sowie die sich inzwischen europaweit vernetzende Bewegung vielfältige Forschungen angestoßen. Dabei haben wir den Eindruck, dass bis auf wenige herausgehobene Projekte oder Forschungszusammenhänge viele der entstehenden oder bereits fertiggestellten Arbeiten unsichtbar bleiben. Auch die Vernetzung und der kontinuierliche Austausch zwischen den Forschenden ist bis auf einige Ausnahmen eher lose.

Einer solchen Tendenz wollen wir mit unserem Workshop entgegentreten. Unser Ziel ist es, möglichst viele interessierte Menschen, die zu PEGIDA oder mit einem starken Bezug zu PEGIDA forschen, zusammenzubringen und so einen langfristigen, dezidiert interdisziplinären Austausch anzustoßen. Der Workshop dient dafür als ein erster Schritt, um verschiedene Blickrichtungen und Annäherungsmöglichkeiten auf das „Phänomen“ PEGIDA und die Menschen, die die Bewegung voranbringen, kennen zu lernen. Der Ansatz ist dabei möglichst breit gewählt, um vielfältigste Forschungen zu unterschiedlichen Facetten von PEGIDA beinhalten zu können. Dazu zählen bspw. die Betrachtung von PEGIDA als rechtspopulistische, neue soziale Bewegung (in Dresden, der BRD und darüber hinaus), Beobachtungen der Demonstrationen und ihrer Teilnehmenden oder die Rolle virtueller Vernetzungsstrategien. Die Einladung richtet sich explizit auch an Menschen, die sich in Haus- oder Abschlussarbeiten intensiver mit den umrissenen Themenfeldern auseinandersetzen.

Es ist geplant, dass jede*r Teilnehmende in einem kurzen, rund 10-minütigen, Input einen Einblick in die eigene(-n) Arbeit(-en) gibt. In der anschließenden Gruppendiskussion können dann einzelne Fragestellungen, Herangehensweisen, Probleme und vor allem auch gemeinsame Perspektiven intensiver diskutiert werden. Als Ausblick wünschen wir uns eine Verstetigung solcher Treffen bzw. den Aufbau einer längerfristigen gegenseitigen Vernetzung.

Wir hoffen, am 20.06.2016 viele interessierte Menschen begrüßen zu dürfen.

Lisa Magdalena Richter & Sebastian Sommer

Zusammenfassung
Workshop „FORSCHEN ZU PEGIDA – Interdisziplinäre Annäherungen an eine rechtspopulistische Protestbewegung“

Wann? – 20.06.2015 ab 11:00 (geplante Dauer: 4-5h)
Wo? –   Technische Universität Berlin | Zentrum Technik und Gesellschaft | Hardenbergstr. 16-18| 10623 Berlin | Raum 6.06

Um eine vorherige Anmeldung unter pegida-workshop@riseup.net wird bis zum 15.06.2016 gebeten, um den Ablauf besser planen zu können. Laptop und Beamer werden vor Ort sein. Der Workshop soll hauptsächlich auf Deutsch abgehalten werden. Dennoch sind auch Beiträge in englischer Sprache möglich.

Leider ist keine Erstattung von Fahrtkosten möglich. Dennoch hoffen wir auf eine Beteiligung von vielen Menschen außerhalb Berlins.

Zu den Einladenden
Lisa Magdalena Richter schreibt derzeit ihre Masterarbeit an der Humboldt-Universität zu Berlin zur Frage, inwiefern kulturelle und institutionelle legacies zum Entstehen von PEGIDA in Dresden beigetragen haben. Vorher hat sie Kulturwissenschaften (B.A.) und Europa-Studien (M.A.) mit den Schwerpunkten Transformationsstudien, Demokratisierungsprozessen und Zivilgesellschaft an der Viadrina in Frankfurt/Oder studiert.

Sebastian Sommer promoviert am Institut für Theaterwissenschaft der Freien Universität Berlin zu den „Erlebniswelten in rechtspopulistischen Massenbewegungen am Beispiel von PEGIDA“. Das Erleben in und von national-gefärbten Kollektivereignissen beschäftigte ihn bereits in seiner MA-Thesis über „Public-Viewing-Angebote (in der BRD) als Orte der kollektiven Erfahrung von    nationaler Gemeinschaft“.

Der Call als pdf zum Download

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