Am kommenden Mittwoch findet das Kolloquium Politik von unten zum 7. Mal statt. Diesmal steht ausnahmsweise nur ein Text zur Diskussion: das Papier von Leiv Eirik Voigtländer über „Schwierigkeiten des Feldzugangs und forschungsethische Probleme bei einer empirischen Untersuchung des solidarischen Engagements von Erwerbslosen und Armen.“

Im Anschluss diskutieren wir ohne Text, aber mit zwei kurzen Inputs von Christina Kaindl und Dieter Rucht, über Sozialproteste in Deutschland. Dabei geht es unter anderem um folgende Fragen: Warum sind die Krisenproteste trotz der breiten Mobilisierung punktuell geblieben? Was sind die Unterschiede zwischen Großbritannien und Südeuropa mit breiten Mobilisierungen und dem Rest Europas mit schwächeren Protesten? Welche Rolle spielen Parteien und Gewerkschaften, Erwerbslosenintiativen und andere politische Gruppen? Wo finden die sozialen Auseinandersetzungen statt, wenn nicht auf der Straße?

Christina Kaindl hat mit dem Bündnis „Wir zahlen nicht für Eure Krise“ Proteste gegen die Wirtschafts- und Sozialpolitik der Bundesregierung organisiert. Außerdem beobachtet sie als leitende Redakteurin der Zeitschirft LuXemburg die deutsche Bewegungslandschaft. Dieter Rucht hat 2004 eine Befragung von Montagsdemonstrant_innen gegen die Hartz-Reformen initiiert und beobachtet die deutsche Bewegungslandschaft als Protestsoziologe.

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