Workshop Medienkommunikation in Bewegung: Mobilisierung – Mobile Medien – Kommunikative Mobilität. Erfurt, 2.-3. Dezember 2011

Aus dem Call for Papers:

…auch der Bereich der zivilgesellschaftlichen und politischen Kommunikation ist zunehmend von kommunikativen wie medialen Mobilitäts- und Mobilisierungsprozessen unterworfen. Politisches Engagement und politischer Protest erscheinen auf der einen Seite flexibler, vielfältiger und gleichzeitig komplexer in seiner Struktur, auf der anderen Seite massenkompatibler als je zuvor. Hierbei werden nicht nur demokratiefördernde Bottom up-Kommunikationsprozesse augenscheinlich, sondern auch eine Zunahme und Ermöglichung von Kommunikationsaktivitäten populistischer und rechtskonservativer Provenienz. Aktuelle Beispiele wie die in den Medien plakativ als Twitter- bzw. Facebook-Revolutionen bezeichneten revolutionären Prozesse im Nahen Osten, die Studentenproteste im letzten Jahr oder die Guttenberg-Facebook-Gruppen verdeutlichen, dass Protestgruppen zunehmend ihre Botschaften und Kampagnen leichter effizienter kommunizieren, mit ihren Botschaften auch in die etablierten Print- und TV-Informationsmedien hineinwirken und damit scheinbar große Teile der Gesellschaft sehr schnell zumindest kurzfristig mobilisieren. Gerade im Zuge der Terrorbekämpfung wird in den letzten Jahren ebenso deutlich, dass staatliche Organisationen sich verstärkt bemühen, kommunikative Mobilität und Mobilisierung zu kontrollieren und zu regulieren, und hierfür ausgeklügelte Formen des Monitoring entwickeln aber auch aktiv die ‚Mobilitätsmedien’ mit Themen und inszenierten Ereignissen bespielen.

Einreichung von Extended Abstracts (max 2 Seiten, 5.500 Zeichen) bis zum 15.07.2011

Der vollständige Call for Papers als pdf

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