Friedensbewegung und Zweiter Kalter Krieg: Europäische und transatlantische Perspektiven. Berlin, 24.-26. März 2010

Die Friedensbewegung der 1970er und 1980er Jahre steht zunehmend im Fokus der zeithistorischen Forschung, d.h., sie kann nun mit geschichtswissenschaftlichen Methoden, auf Basis bisher unveröffentlichter Quellen und im Abstand von annähernd dreißig Jahren auch im Dialog mit Zeitzeugen und Zeitzeuginnen untersucht werden. Der in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll- Stiftung und dem internationalen Forschungsprojekt „Nuclear Crisis – Transatlantic Peace Politics, Rearmament, and the Second Cold War“ (www.nuclearcrisis.org) organisierte Workshop brachte NachwuchswissenschaftlerInnen zusammen, die sich mit der Friedensbewegung im Kontext des Wiederauflebens der atomaren Rüstung der 1970er und 1980er Jahren befassen. Dabei sei es eine der zentralen Fragen, so Philipp Gassert (Augsburg) in seinen einleitenden Bemerkungen, warum überhaupt der Widerstand gegen eine politisch-strategisch-diplomatische Entscheidung so viele Menschen mobilisieren konnte. Eine Selbstverständlichkeit sei dies ja keineswegs gewesen, denn die Menschen leben damals wie heute „im Schatten der Atombombe“, ohne dass dies gegenwärtig massenhaften Protest provoziere.

Der vollständige Tagungsbericht als pdf.

Advertisements