Orientierung in einem wilden Komplex – Konzepte und Methoden in der Forschung über Protest und Soziale Bewegungen. Interdisziplinäre Nachwuchstagung am 15. November 2008 im Wissenschaftszentrum Berlin

Der eintätige Workshop hatte zum Ziel die vielfältigen Arbeiten des wissenschaftlichen Nachwuchses zum Thema Protest und soziale Bewegungen im deutschsprachigen Raum zusammenzubringen. Mit dem Stichwort „wilder Komplex“ sollte dabei der Umstand reflektiert werden, dass sowohl die Materie als auch die wissenschaftliche Forschungsstränge häufig als unübersichtlich, komplex und schwer zugänglich erscheinen. Tatsächlich braucht es ein hohes Orientierungsvermögen, um sich in diesem nur zum Teil kanonisierten interdisziplinären Forschungsfeld zurechtzufinden. Wichtig ist diese Orientierung vor allem angesichts einer schwachen Institutionalisie-rung der Forschung zu Protest und sozialen Bewegungen, die dazu führt, dass viele NachwuchswissenschaftlerInnen isoliert an ihren Projekten arbeiten. Die Tagung bot daher jungen Forschenden die Möglichkeit,

  • ihre Forschungskonzepte zu präsentieren,
  • ihre Forschung durch fachlichen Austausch zu erleichtern,
  • Kontakte mit anderen NachwuchsforscherInnen zu knüpfen,
  • mit erfahrenen ForscherInnen zu diskutieren,
  • sich über Publikationsmöglichkeiten zu informieren.

Der Workshop wurde von Mundo Yang, Simon Teune (beide WZB) und Heike Walk (TU-Berlin) organisiert und durch das WZB mit Raum und Logistik unterstützt. Insgesamt nahmen über 30 WissenschaftlerInnen teil (20 Nachwuchs, 10 Seniors). Im Rahmen des Workshops wurden sieben Paper und dazugehörige Vorträge diskutiert (siehe Programm). Ein erstes Ergebnis der Tagung ist eine vertiefte Vernetzung des wissenschaftlichen Nachwuchses untereinander und mit erfahrenen ForscherInnen. Auch existieren erste Überlegungen für eine Fortführung im Jahr 2009.

Tagungsprogramm als pdf

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